Citigroup in Turbulenzen
Robert Rubin – der „Retter der Welt“ soll es richten

Robert Rubin ist Kriseneinsätze gewohnt. Im Juli 1999 erscheint das amerikanische Magazin "Time" mit einem inzwischen legendären Titelbild. Unter der Schlagzeile "Das Komitee zur Rettung der Welt" zeigt es den damaligen US-Finanzminister zusammen mit seinem Stellvertreter Larry Summers und dem früheren Notenbank-Chef Alan Greenspan. Das Trio hatte gerade die Finanzmärkte erfolgreich durch mehrere Krisen gesteuert. Vom Retter der Welt soll Rubin jetzt zum Retter der Citigroup werden.

NEW YORK. Die Citigroup hat Rubin nach der Trennung von Charles Prince erwartungsgemäß an die Spitze der größten US-Geschäftsbank berufen. Der 69-Jährige soll den taumelnden Bankenkoloss zumindest so lange führen, bis ein Nachfolger für den bisherigen Vorstandschef gefunden ist. Zu den Kandidaten für den Spitzenposten gehört John Thain, derzeit Chef der New York Stock Exchange.

Thain war lange Zeit die Nummer zwei bei der Investmentbank Goldman Sachs, bevor er 2004 zur NYSE wechselte, um die Börse auf Vordermann zu bringen. Sollte sich die Bank für eine interne Lösung entscheiden, gelten Vikram Pandit als neuer Chef des Investmentbanking, Finanzchef Gary Crittenden und Chief Operating Officer Robert Druskin als mögliche Nachfolger von Prince. Auch Time-Warner-Chef Richard Parsons könnte als Direktor im Verwaltungsrat (Board) der Citigroup für eine Übergangszeit eine aktivere Rolle im Management spielen, heißt es.

Rubin selbst will offenbar nicht die operative Führung des Konzerns übernehmen. Als "Chairman of the Executive Committee" steht der Grandseigneur der Finanzwelt dem Citi-Management seit 1999 zwar mit Rat zur Seite. In die Niederungen des Tagesgeschäfts ist der gebürtige New Yorker jedoch nie herabgestiegen.

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