Clarke wird Nachfolger
Man Group bekommt neuen Chef

Der weltgrößte börsennotierte Hedge-Fonds Man Group bekommt einen neuen Chef. Im April 2007 wird Stanley Fink seinen Posten an der Spitze des Londoner Finanzunternehmens räumen. Sein Nachfolger wird der bisherige Finanzchef Alan Clarke.

mm LONDON. Damit tritt der 48-jährige Fink früher als erwartet zurück. Vor einem Jahr hatte der Manager noch angekündigt, er werde voraussichtlich bis zum Jahr 2010 weitermachen.

Fink wolle sich in Zukunft stärker privaten Interessen widmen, vor allem seinem Engagement in verschiedenen Wohlfahrtsorganisationen, teilte Man gestern mit. Er werde dem Hedge-Fonds als Non Executive Chairman weiter zur Verfügung stehen.

Fink arbeitet seit fast 20 Jahren für das Unternehmen, die letzten sechs davon als Vorstandschef. Unter seiner Ägide wandelte sich Man von einem Rohstoffhändler in einen der erfolgreichsten HedgeFonds. Während Finks Amtszeit verzehnfachte sich das verwaltete Vermögen von 4,7 Mrd. Dollar auf 54 Mrd. Dollar. Im vergangenen Jahr kletterte der Gewinn vor Steuern um rund 50 Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar. Dafür wurde Fink 2005 mit einem Gehaltspaket im Wert von sechs Mill. Pfund belohnt, was ihn zu einem der Großverdiener in der City macht.

Seit dem Amtsantritt des Vorstandschefs hat sich der Aktienkurs des Hedge-Fonds mehr als vervierfacht. Gestern, nach der Ankündigung des Rücktritts, fiel die Man- Aktie um rund zwei Prozent, obwohl sich Analysten durchaus zufrieden damit zeigten, wie Man den Führungswechsel managt. Für Neil Wesh, Analyst bei Fox-Pitt, Kelton, ist der Fink-Nachfolger Clarke, „eine gute und glaubhafte Lösung für die Unternehmensspitze“. Clarke ist seit sechs Jahren Finanzvorstand bei Man, seit Ende des vergangenen Jahres ist der 46-Jährige auch Vize-Chef.

Auch Michael Sanderson, Analyst bei der Investmentbank Dresdner Kleinwort, begrüßt die Nachfolgeregelung. Er fragt sich aber, was Clarke mit dem Brokergeschäft der Man Group machen wird. Der Hedge-Fonds denkt darüber nach, sich davon zu trennen. Zuletzt hatte Fink angedeutet, dass ein Börsengang der beste Weg sein könnte.

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