Claude Begle
Ein Weltenbummler soll Schweizer Post fit machen

Claude Béglé wechselt von der Deutschen Post zum Konkurrenten ins Alpenland. Er sucht Kooperationspartner im Ausland – und einen neuen Konzernchef.

DÜSSELDORF. Die Personalie ist eine Überraschung. Eigentlich haben Beobachter damit gerechnet, dass der Manager eines Schweizer Unternehmens neuer Chef der heimischen Post wird. Doch im Nachhinein betrachtet, scheint die Entscheidung logisch.

So kommentieren Schweizer Medien, dass Claude Béglé von der Deutschen Post zur Schweizerischen Post wechselt. Denn der in Bern geborene und im Waadtland aufgewachsene Doktor der Wirtschaftswissenschaften besitzt so viel Führungserfahrung in der Branche wie kaum ein anderer aus der Alpenrepublik.

Der 58-Jährige soll zum 1. Oktober 2008 in den mächtigen Verwaltungsrat des Staatskonzerns einziehen und spätestens ab 1. April 2009 an dessen Spitze rücken. Er löst Anton Menth als Präsidenten ab, der in den Ruhestand geht. Bei der Deutschen Post heißt es, Béglé werde das Unternehmen in absehbarer Zeit verlassen.

Béglé arbeitete erst 14 Jahre für den Nahrungsmittelkonzern Nestlé. Dann kam er über den niederländischen Postkonzern TNT und zuletzt die französische La Poste, wo er das Paketgeschäft in Europa (Geopost) und insbesondere in Deutschland (DPD) verantwortete, 2005 zur Deutschen Post. Er sollte dem Paketgeschäft neue Anstöße geben.

Aber seine Bonner Karriere verlief eher unglücklich, meinen Branchenexperten. Denn als das nationale Paketgeschäft in den Briefbereich eingegliedert wurde, verlor Béglé Anfang 2007 seine Position. Seitdem betreut er Sonderprojekte wie das Engagement der Post in China.

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