Claus Eilrich vom Amt enthoben
IG-Metall-Chef Peters räumt auf

Nach dem Machtwechsel an der Spitze der IG Metall räumt der amtierende kommissarische Vorsitzende Jürgen Peters auf. Pressesprecher Claus Eilrich, der als Vertrauter des Vorgängers Klaus Zwickel galt, wurde von seinen Aufgaben entbunden.

HB/dpa FRANKFURT. Dies sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft am Freitag in Frankfurt und bestätigte damit einen Bericht der „Frankfurter Rundschau“ (Samstagausgabe). Eilrich stolperte wegen eines umstrittenen Artikels über die Personalquerelen, der in der Mitgliederzeitschrift erschienen war.

Der 54-Jährige war als Chefredakteur des Blattes für den Bericht verantwortlich. Darin stand unter anderem, dass der ehemalige Vorsitzende „nicht immer erfolgreiche und auch nicht unumstrittene Initiativen“ gestartet habe. Unangenehm aufgefallen sei auch die Formulierung in einer Überschrift, die Personaldebatte sei „vorerst beendet“. Die IG-Metall-Führung ließ die Auslieferung des umstrittenen Flugblatts stoppen.

Eilrich sagte in einer ersten Reaktion der dpa: „Ich finde es völlig in Ordnung, dass sich der Vorsitzende der IG Metall seine Mitarbeiter im engsten Umfeld selbst aussuchen kann.“ Er sei in seinem Urlaub in Italien über die Entscheidung informiert worden. Er wolle im September mit der IG Metall über seine künftigen Aufgaben verhandeln.

Die IG Metall war in die größte Krise ihrer Geschichte gerutscht, nachdem sie eine historische Niederlage bei den ostdeutschen Metaller-Streiks erlitten hatte. Daraufhin entbrannte ein Machtkampf zwischen Zwickel und Peters um die künftige Führung der größten Industriegewerkschaft der Welt. Zwickel warf schließlich das Handtuch, Peters als zweiter Vorsitzender rückte kommissarisch an die Spitze. Ende August stellt er sich den Delegierten auf einem Gewerkschaftstag zur Wahl als erster Vorsitzender.

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