Clemens Schneider
Conwert-Chef muss nach geplatzter Übernahme gehen

Clemens Schneider steht seit Februar 2014 an der Spitze des österreichischen Immobilienkonzerns Conwert. Nach der gescheiterten Übernahme durch Deutsche Wohnen muss er nun gehen.
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WienDer Chef des österreichischen Wohnimmobilienkonzerns Conwert steht vor der Ablösung. Die Verhandlungen über das vorzeitige Vertragsende von Clemens Schneider seien bereits in fortgeschrittenem Stadium, teilte Conwert am Dienstag mit. Grund dafür seien unterschiedliche Auffassungen über die weitere Strategie zwischen Schneider und dem Verwaltungsrat. Weitere Angaben machte Conwert zunächst nicht. Schneider steht seit Februar 2014 an der Spitze des Unternehmens. Sein Vertrag läuft bis Ende 2018. An der Börse legte die Conwert-Aktie gut ein Prozent zu.

Einem Bericht der Zeitung „Kurier“ zufolge könnte sein Ausscheiden in Zusammenhang mit der geplatzten Übernahme der Conwert durch die Deutsche Wohnen stehen. Dem Berliner Konzern wurden dabei weniger als 40 Prozent der Anteile angeboten, das Mindestziel war aber 50 Prozent plus eine Aktie.

Die Deutsche Wohnen hatte die feindliche Offerte nicht mit dem Conwert-Management abgestimmt. Schneider stand dem Angebot daher kritisch gegenüber. Einige Großaktionäre, darunter Ex-Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner, hatten sich jedoch bereits mit der Deutschen Wohnen auf einen Verkauf ihrer Anteile geeinigt. Haselsteiner hält über seine Stiftung knapp ein Viertel an Conwert. Er war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Schneider galt als Haselsteiners Vertrauter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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