"CMO of the Year"
Stylingberatung für die Mitarbeiter

Er liebt es zu gestalten und hasst Bürokratie: Hannes Ametsreiter hat Telekom Austria eine Frischzellenkur verabreicht. Um den Service zu verbessern, schaute er sich die Tricks anderer Branchen ab. Fündig wurde der 41-Jährige unter anderem bei McDonalds.

WIEN. Wenn Hannes Ametsreiter von seinem Büro im achten Stock am Rande der Wiener Innenstadt in Richtung Prater schaut, dürfte ihm schon die eine oder andere Idee eingefallen sein. Denn auf seinen Ideenreichtum ist er stolz. "Die Ideen sind mir noch nie ausgegangen", erzählt der Marketingvorstand der Telekom Austria mit großem Selbstbewusstsein. Jetzt wird er dafür belohnt - gestern Abend erhielt er den Award "CMO of the year 2008".

Die Telekommunikation ist schon lange kein echter Wachstumssektor mehr. Im Festnetzbereich laufen den großen Unternehmen die Kunden weg. So mancher Manager wird den Zeiten nachtrauern, als Unternehmen wie Telekom Austria als staatlich sanktionierte Monopolisten keine privaten Konkurrenten fürchten mussten.

Der 41-jährige Ametsreiter gehört sicherlich nicht zu dieser Kaste. "Ich liebe es zu gestalten und hasse Bürokratie", formuliert er mit klaren Worten. Und wenn dieser Satz aus seinem Mund kommt, dann nimmt man ihm das auch ab.

Dabei hat er es auch mit dem zweiten Geschäftsfeld der Telekom Austria nicht unbedingt leicht, dem Mobilfunk. Zweistellige Wachstumsraten gehören schon lange der Vergangenheit an. Auch in Österreich ist der Konkurrenzkampf unter den vier Mobilfunkanbietern extrem hart. Mit immer neuen Billigangeboten versuchen sie, sich gegenseitig zu unterbieten. So zahlen österreichische Kunden in den billigsten Tarifgruppen nur die Hälfte dessen, was deutsche Teilnehmer dafür berappen müssen.

Telekom Austria kann trotz dieser Bedingungen wirtschaftliche Erfolge vorweisen - dann muss Marketingvorstand Ametsreiter irgendetwas richtig gemacht haben. Im vergangenen Jahr hat es die Telekom-Austria-Tochter Mobilkom in Österreich geschafft, ihren Marktanteil um zwei Prozentpunkte zu steigern. Das Unternehmen ist damit weiterhin unangefochten Marktführer in der mobilen Kommunikation.

Es muss wohl an den Ideen von Ametsreiter und seinen Mitarbeitern gelegen haben, dass die Mobilkom ihren Marktanteil zulasten der Konkurrenz ausbauen konnte. "Wir haben eine klare Serviceorientierung", nennt der Telekom-Vorstand einen der Gründe. Ametsreiter wollte den Service im eigenen Haus unbedingt verbessern und hat sich dafür in anderen Branchen umgeschaut. Bei der Restaurantkette McDonald?s fand er Testshops, in denen die Mitarbeiter den Service trainieren. So etwas gibt es inzwischen auch bei der Telekom Austria - noch unvorstellbar vor zehn Jahren in einer Institution, die sich früher eher als Behörde denn als Unternehmen verstand.

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