CMO of the Year
„Wir suchen Markenchefs, die auch General Manager sind“

Sie müssen einen wachen Blick für Trends haben: Die Unternehmensberatung Booz& Co. hat die erfolgreichsten Chief Marketing Officer gesucht: Die diesjährigen Preise gehen an Luca de Meo von Fiat, Hannes Ametsreiter von Telekom Austria und Madeleen Klaasen von Bugaboo.

DÜSSELDORF. Marketingentscheider haben heutzutage kein leichtes Spiel: Das Produktportfolio wächst und wächst, die Konsumenten sind informierter denn je, und die Medienwelt bietet immer mehr Werbekanäle. "Es ist essenziell für Zielkundensegmente, den richtigen Mediamix dynamisch zu planen", sagt Gregor Harter, Vize-Präsident der Unternehmensberatung Booz & Co.

Keine leichte Aufgabe. Dennoch lösen einige Marketingverantwortliche sie mit Bravour. Meist sind es jene, die hoch oben in der Unternehmenshierarchie angesiedelt sind und einen wachen Blick für Innovationen und Trends haben.

Bereits zum dritten Mal hat die Unternehmensberatung Booz & Co. in Kooperation mit dem Handelsblatt die erfolgreichsten Chief Marketing Officer, kurz CMO, gesucht - und gefunden. Die Initiatoren wollen mit der Auszeichnung die Rolle des Marketings als festen Bestandteil der Unternehmensführung würdigen. Die diesjährigen Preise, die gestern Abend in Frankfurt verliehen wurden, gehen an Luca de Meo, CMO des italienischen Autoherstellers Fiat Group, an Hannes Ametsreiter, CMO des österreichischen Telekomanbieters Telekom Austria, sowie an Madeleen Klaasen, Marketingchefin des niederländischen Kinderwagenherstellers Bugaboo.

Eine unabhängige Jury, bestehend aus zwölf Marketingexperten, hat die Gewinner aus rund 600 Nominierungen herausgefiltert. Eines der Kriterien war dabei, dass sie mindestens zwei Jahre im Amt sein müssen. "Marketinginitiativen brauchen nach unserer Einschätzung mindestens ein bis zwei Jahre, um nachhaltig zu wirken", erläutert Harter die Vorgabe. Vor allem mussten sich die CMOs durch "einzigartige Marketingleistungen" auszeichnen. "Wir wollen keine Me-too-Ideen." Und noch etwas ist wichtig: "Wir suchen Markenchefs, die auch General Manager sind", sagt Harter.

Bei den diesjährigen Preisträgern sieht der Strategieberater das Thema "Innovation", das sich wie ein roter Faden durch deren Marketingarbeiten zieht. Die gekürten CMOs setzen auf innovative Marketingmethoden, sei es im Internet, in der Marktforschung oder bei der Produktgestaltung. Ein Beispiel: Fiat investierte viel Geld in die Erforschung der Konsumentenwünsche, neudeutsch Consumer Insights, um herauszufinden, wie ihre Autos "lächeln" müssen. Oder der Bugaboo-Fall: Die Niederländer schafften es, ein einzelnes Produkt intelligent in einem Markt zu positionieren, der schon lange keine Innovationen mehr hatte. Auch Telekom Austria gelang es, in einem gesättigten österreichischen Markt das Produktportfolio erfolgreich zu verändern.

De Meo, Ametsreiter und Klaasen erweitern den Kreis der "CMO of the year" auf insgesamt acht Preisträger: 2006 gewannen Erich Stamminger, CEO des Sportartikelherstellers Adidas, Steve Sharp, Marketingchef der britischen Kaufhauskette Marks & Spencer, sowie David Magliano, Marketingdirektor der Olympiabewerbung von London für das Jahr 2012. Im vergangenen Jahr kürte die Jury zwei Sieger: Klaus O. Schmidt, Marketingvorstand der Direktbank ING Diba, und Wolfgang Blum, Marketingchef des Getränkeherstellers Bionade.

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