Comeback
Zurückgetretener HP-Chef Hurd bekommt Topjob bei Oracle

Schnelles Comeback für Mark Hurd: Ausgerechnet einer der wichtigsten Partner von Hewlett-Packard (HP), der US-Softwarekonzern Oracle, stellt den früheren HP-Chef als Präsidenten ein.
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HB NEW YORK. Hurd ersetze Charles Phillips, der zurückgetreten sei, teilte Oracle am Montag mit. "Mark hat brillante Arbeit bei HP geleistet, und ich gehe davon aus, dass er einen noch besseren Job bei Oracle machen wird", sagte Oracle-Chef Larry Ellison laut Pressemitteilung. Hurd war Anfang August nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung überraschend bei dem weltgrößten Computerhersteller zurückgetreten. Ellison ist eng mit Hurd befreundet.

Er hatte das Direktorium von Hewlett-Packard scharf für den erzwungenen Rücktritt von Hurd kritisiert. "Das HP-Board hat die schlimmste Personalentscheidung getroffen seit Idioten im Apple-Direktorium Steve Jobs vor vielen Jahren gefeuert haben", schrieb der Oracle-Chef in einer E-Mail.

Das HP-Direktorium habe nicht im Sinne der Angestellten, Aktionäre, Kunden und Partner entschieden, als es Hurd dazu gezwungen habe, sein Amt niederzulegen. Zudem gehöre es nicht zu einer guten Unternehmensführung, falsche Vorwürfe wegen sexueller Belästigung öffentlich zu machen.

Steve Jobs musste 1985 Apple nach einem internen Machtkampf verlassen. Im August 1997 wurde Jobs wieder Mitglied des Vorstandes und kurz darauf, nach der Entlassung von Gil Amelio im September des Jahres, Geschäftsführer der Firma. Der weltweit drittgrößte Software-Hersteller Oracle ist einer der Hauptpartner von HP.

HP hatte die Geschäftswelt mit der Mitteilung von Hurds Rücktritt überrascht. Dem 53-jährigen zweifachen Familienvater wird vorgeworfen, Spesenabrechnungen fingiert zu haben, um eine "enge persönliche Beziehung" zu einer Frau zu verschleiern. Die 50-jährige Jodie Fisher hatte das HP-Direktorium im Juni darüber informiert, dass Hurd sie sexuell belästigt habe. Eine interne Untersuchung bestätigte dies nicht.

Hurd und Fisher haben sich außergerichtlich geeinigt. Fisher gab an, keine Affäre mit dem Top-Manager gehabt zu haben.

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