Computebranche
Apple bleibt dabei: Jobs kommt wieder

Die Gerüchte um Apple-Chef Steve Jobs reißen nicht ab. Nun melden amerikanische Medien, der IT-Guru habe sich einer Lebertransplantation unterziehen müssen. Apple reagiert prompt und versucht alle Spekulationen über einen doch heikler als bekannten Gesundheitszustand von Jobs in die Schranken zu weisen.

SAN FRANCISCO. Noch im Juni will Apple - CEO Steve Jobs, 54, "freudigst" seine Arbeit wieder in seinem Unternehmen aufnehmen. Das beteuerte das Unternehmen aus Cupertino am Wochenende angesichts neuer Hinweise über einen möglicherweise doch heikleren Gesundheitszustand des an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankten Apple-Chefs. Gleichlautenden und nicht dementierten Presseberichten in den USA zufolge hatte sich Jobs vor zwei Monaten einer Lebertransplantation im US-Bundesstaat Tennessee unterziehen müssen.

Krebsexperten werten dies denselben Berichten zufolge als den typischen Verlauf dieser Art des Bauchspeicheldrüsenkrebses, der sich gewöhnlich mit der Zeit ausweitet und vor allem Metastasen in der Leber zur Folge hat. Eine Lebertransplantation hat, so Medizinexperten, vor allem aufschiebende Wirkung.

Seitdem Jobs im Januar dieses Jahres angekündigt hatte, er werde bis Juni dem aktiven Geschäft bei Apple fernbleiben und sich auf die Heilung eines, wie er sagte "hormonellen Ungleichgewichts" konzentrieren, hat sein Gesundheitszustand Aktionäre und Analysten immer wieder beunruhigt. Apple-Aktien zeigten sich an der Börse entsprechend anfällig für negative Nachrichten. Das war Ende vergangener Woche, als erstmal das Wall Street Journal über die Lebertransplantation berichtete, ganz anders. Der Wert der Apple-Aktie stieg am Nasdaq um 3.60 Dollar auf nunmehr 139.48 pro Aktie. Insgesamt hat die Apple Aktie im Jahr 2009 seit Januar um 63 Prozent zugelegt.

Neben einer erfolgreichen Produktpalette - am vergangenen Freitag ging das neue mit viel Vorschusslorbeeren bedachte 3Gs iPhone an den Markt - zeigte sich das Unternehmen auch ohne Jobs personell hervorragend aufgestellt. Das beruhigte offenbar Zweifler in den Reihen der Aktionäre, die das Schicksal Apples eng mit der charismatischen Figur Jobs verbunden sahen - sich mittlerweile aber von Auftreten und Führungsstärke des Apple COO Tim Cook, 48, beeindruckt zeigen. Cook vertritt Jobs während dessen Abwesenheit und gilt vielen als dessen Nachfolger.

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