COO kümmert sich um die Inhalte
Bertelsmanns „Kreativabteilung“ heißt Schmidt-Holz

Rolf Schmidt-Holtz ist in der Chefetage von Bertelsmann das, was Sportreporter bei Fußballmannschaften gerne als „Kreativabteilung“ bezeichnen.

HB GÜTERSLOH. Der 55-Jährige Vorstandsvorsitzende der Musiksparte BMG besetzt in der Gütersloher Konzernzentrale den Posten des Chief Creative Officers (CCO). Dabei kümmert er sich vor allem um die Inhalte. „Inhalte sind die Leitwährung des Mediengeschäftes“, sagt der gebürtige Oberfranke und frühere Journalist.

In Zeiten, in denen sich die Nachrichten über einbrechende Märkte und Piraterie im Tonträgergeschäft überschlagen, drehte Schmidt-Holtz die Bertelsmann Music Group in die Gewinnzone. „Wir haben das beste erste Halbjahr der Firmengeschichte“, sagt er mit Stolz. „Wir haben die besten Leute, die mit den Künstlern am besten umgehen. Die harte Linie des Deutschen war nicht für jeden bei BMG ein Quell reiner Freude. Einst gefeierte Manager wie Antonio „L.A.“ Reid oder Deutschland-Chef Thomas Stein mussten an der Seite vieler ihrer Mitarbeiter gehen.

Für Schmidt-Holtz ist der wirtschaftliche Erfolg auch eine Selbstbestätigung. Oft als Raubein tituliert und als unternehmerisches Leichtgewicht verschrieen, ging er 2001 nach New York und lernte das Musikgeschäft. Das Gegenteil von damals häufig geäußerten Prophezeiungen trat ein: Schmidt-Holtz führte die marode BMG in neue Sphären und verschaffte sich Anerkennung auch als Manager.

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