Corporate-Governance-Kommission
Offenlegung der Managergehälter geht Cromme nicht weit genug

Der Corporate-Governance-Kommission unter Leitung von Gerhard Cromme geht das Transparenzgesetz für Managergehälter nicht weit genug. Sie prüft daher, ob das Gesetz ergänzt werden muss.

HB DÜSSELDORF. "Ich denke hier insbesondere an Pensionszusagen, Sachleistungen und an zugesagte oder gezahlte Abfindungen, die zweifellos zur Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds zu rechnen sind", sagte Cromme dem Handelsblatt zum Auftakt der Corporater-Governanve-Jahrestagung in Berlin. Allerdings wolle die Kommission einen endgültigen Gesetzestext abwarten und dann entscheiden, ob "Ergänzungen des Kodex erforderlich sind". Der von der rot-grünen Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf sieht keine Regeln vor, nach denen Gehaltsbestandteile wie Boni oder Pensionszusagen veröffentlicht werden müssen. Das verhindert nach Auffassung von Experten die Vergleichbarkeit.

Cromme sprach sich gegenüber dem Handelsblatt gegen eine Wartefrist für Vorstände beim Wechsel in den Aufsichtsrat aus. Es gebe keine Erkenntnisse, dass damit "die Unabhängigkeit eines ehemaligen Vorstandsmitglieds erhöht" wird, Außerdem gingen dadurch Wissen und Erfahrung verloren. Die Kommission empfiehlt jetzt aber, dass der Wechsel "nicht die Regel" sein soll und vor den Aktionären auf der Hauptversammlung besonders begründet werden muss.

Der Kommissionsvorsitzende, zugleich Aufsichtsratschef von Thyssen-Krupp, forderte zudem Fondsgesellschaften auf, "ihre Entscheidungen transparenter zu machen." Hier gebe es "ganz eindeutig Nachholbedarf", sagte Cromme. Schließlich profitierten die Fonds auch von der Transparenz unternehmerischer Entscheidungen. Der jetzt vorliegende Spezial-Kodex für die Asset-Management-Gesellschaften sei "ein hilfreiches Instrument".

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