Corporate Social Responsibility
Gutes tun und Geld verdienen

Soziale Verantwortung und Gewinnstreben passen besser zusammen, als meist vermutet wird. Eine transparente Personalpolitik verbessert die Produktivität, und wer vernünftig sponsort, kann den Imagegewinn in bares Geld umwandeln. Doch noch werden die „weichen“ Werte unterschätzt.

Haben Unternehmen eine soziale Verpflichtung? Soll das Management im Namen seines Unternehmens für gemeinnützige Zwecke oder für das Wohlbefinden seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Geld ausgeben? Viele Ökonomen, darunter der Nobelpreisträger Milton Friedman, sagen klar Nein. Die soziale Verpflichtung eines Unternehmens sei es, möglichst viel Gewinn zu erzielen. Alles andere sei erstens eine Verteilung von Geld, das eigentlich den Aktionären gehöre. Zweitens sei es eine Verschwendung von Ressourcen, die effizienter durch den Markt oder durch einen demokratischen politischen Prozess zugeteilt werden. Wohltätigkeit oder Sponsoring sei allein Sache von Privaten oder des Staats, nicht aber des Managements.

Diese Argumentation hat zwei empirisch angreifbare Voraussetzungen: Die erste besteht darin, dass zwischen ökonomischen und sozialen Zielen ein Widerspruch herrscht, das heißt, dass die Aktionäre schlechter dran sind, wenn das Unternehmen Geld für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden oder für die Gemeinschaft ausgibt. Die zweite Annahme besagt, dass Unternehmen weniger effizient sind als Einzelne oder der Staat, wenn sie Geld für soziale Zwecke ausgeben.

Stehen ökonomische und soziale Ziele im Widerspruch? Die überwiegende Mehrheit empirischer Untersuchungen zeigt, dass soziales Engagement positiv mit finanzieller Performance zusammenhängt. Zwar ist die Richtung der Kausalität unklar: Fördert soziales Engagement die finanzielle Performance, oder sind es die finanziell Erfolgreichen, welche sich soziales Engagement leisten? Die Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden, die empirischen Befunde zeigen aber zumindest, dass sich beides nicht ausschließt. Darüber hinaus gibt es viele Einzelbefunde, die aufweisen, dass betriebliches Engagement für Mitarbeitende und Gesellschaft langfristig auch den Aktionären Nutzen stiften kann - wenn es gelingt, dieses mit den betrieblichen Zielen zu verbinden.

Betrachten wir aber zunächst einige Befunde zum sozialen Engagement für Mitarbeitende, die in der angelsächsischen Literatur unter dem Begriff "high commitment work practices" diskutiert werden. Sie betreffen: Stellenabbau, Diversität, Lohnungleichheit.

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