Dabei sind Möglichkeiten für Juristen, in die Zeilen zu kommen, vielfältig
Geschlossene Gesellschaft

Eine Exklusiv-Studie fürs Handelsblatt von Mummert Communications zeigt: Die Großkanzleien haben bei der Pressearbeit noch viel zu tun.

Ganz Deutschland schwitzte. Jeder stöhnte im August diesen Jahres über die Hitze, vor allem in den Büros ohne Klimaanlage – und das dürfte die ganz überwiegende Mehrzahl sein. Nur einer griff das Thema, das allen zu schaffen machte, auch noch auf: die Kanzlei Linklaters Oppenhoff & Rädler aus Köln. Die Öffentlichkeitsarbeiter der Anwaltskanzlei verschickten eine Pressemitteilung, in der Arbeitsrechtler Peter Hützen klar stellte, dass Unternehmen nun nicht verpflichtet seien, für Ihre Mitarbeiter Klimaanlagen einzubauen. Und er ging auch praktischerweise gleich ins Detail: Nur die direkte Sonneneinstrahlung müsse durch Sonnenblenden, Vorhänge, Rollläden und Jalousien müssten Arbeitgeber verhindern. Die Aktion war gelungen: Die Mitteilung war relevant, kam im rechten Augenblick und interessierte jeden.

Das Beispiel zeigt, dass selbst ein banaler Umstand wie das Wetter Anlass für eine Pressemitteilung sein kann. Also ein Anlass, sich mal wieder zu Worte zu melden, sich in Erinnerung zu bringen und am besten damit auch in der Presse zitiert zu werden. „Anwaltskanzleien haben in diesem Punkt noch erhebliches Potenzial in der Kompentenzkommunikation“, meint Jörg Forthmann, Geschäftsführer der PR-Agentur Mummert Communications in Hamburg. Der PR-Profi schätzt: „Rund 1 000 Artikel in Publikums- und Fachpresse aber auch Gazetten wie der ADAC-Zeitung oder der Bäckerblume sind ein realistisches Ziel für namhafte Wirtschaftskanzleien.“

Das schöpfen sie aber bei weitem noch nicht aus. Pressearbeit ist für Anwälte immer noch Neuland, ergibt eine Exklusiv-Studie fürs Handelsblatt von Mummert Communications über die Pressearbeit der Top-50-Wirtschaftskanzleien.

Untersucht wurden die Veröffentlichungen von September 2002 bis August 2003. Geforscht wurde in 150 verschiedenen Publikumszeitungen und -zeitschriften und zwar den „wichtigsten deutschen Medien“ laut Datenbankbetreiber Factiva. Das waren zum einen Agenturmeldungen zum Beispiel von „Reuters“, „VWD“, „ddp“. Als überregionale Tageszeitungen nahmen die Studienverantwortlichen zum Beispiel die „FAZ“, die „Süddeutsche Zeitung“, die „FTD“ und das „Handelsblatt“ unter die Lupe. In der Regionalpresse analysierten die Hamburger beispielsweise „Tagesspiegel“, „Stuttgarter Zeitung“ oder „General-Anzeiger“, als Wochenpresse Blätter wie „Spiegel“, „Die Zeit“, „Focus“ oder „Stern“, als Wirtschaftsmagazine die „Wirtschaftswoche“, „Capital“ oder das „Manager Magazin“ bis hin zum „Platow Brief“. Außen vor blieb die juristische Fachpresse.

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