Dagmar Brandenstein und Dejan Jocic
Kirch holt alte Bekannte in sein Fußball-Team

Im Fußballstadion werden nach 45 Minuten die Seiten gewechselt. Ganz so schnell war Leo Kirchs Team nicht, das er sich für die Vermarktung der Bundesliga-Rechte auf den Platz geholt hat. Doch auch seine zwei wichtigsten Neuzugänge haben sich in den vergangenen Wochen mächtig ins Zeug gelegt, um auf die andere Seite zu kommen.

MÜNCHEN/CANNES. Dagmar Brandenstein zum Beispiel: Bis vor kurzem war sie noch Geschäftsführerin der Sportrechteagentur Sport A. Über die Tochterfirma von ARD und ZDF kaufte die 41-Jährige die Bundesliga-Rechte für die „Sportschau“ ein.

Schon bald wird die resolute Managerin ihren alten Kollegen wieder gegenübersitzen – aber in einer ganz anderen Rolle: Diesmal muss sie die Rechte an den Mann bringen. Denn Kirch hat Brandenstein zur Chefin von Sirius gemacht, dem neuen Vermarkter der TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga. 500 Millionen Euro garantiert der Medienunternehmer Kirch den 36 Klubs der ersten und zweiten Liga für jede Saison ab 2009.

Das ist viel Geld, das Brandenstein erst einmal wieder hereinholen muss. Damit am Ende noch ein Gewinn übrig bleibt, müsste sie für Einnahmen von mindestens 550 Millionen Euro sorgen, schätzt ein Medienmanager.

Ob Brandenstein das schafft?

In den öffentlich-rechtlichen Anstalten hat sie sich jedenfalls einen guten Ruf erworben. „Sie genießt höchsten Respekt bei den Intendanten“, heißt es in der Branche.

Neuzugang Nummer zwei ist Dejan Jocic. Der führte zuletzt den gescheiterten Münchener Bezahlsender Arena. Der 34-Jährige übernimmt künftig die Produktion der Live-Bilder der Fußball-Bundesliga. Dazu gründet Kirch ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Deutschen Fußball Liga (DFL).

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