Daimler-Chef Dieter Zetsche

„Frauen sind die umsichtigeren Autofahrer“

Dass Frauen schlechte Autofahrer sind, hält Dieter Zetsche für ein Klischee. Ganz im Gegenteil: Der Daimler-Chef lässt in seinen Werken bewusst überwiegend weibliche Angestellte die produzierten Autos vom Band fahren.
Der Daimler-Chef könnte sich „selbstverständlich eine Frau als Nachfolgerin vorstellen“. Quelle: dpa
Dieter Zetsche

Der Daimler-Chef könnte sich „selbstverständlich eine Frau als Nachfolgerin vorstellen“.

(Foto: dpa)

München Daimler-Chef Dieter Zetsche hält große Stücke auf die Fahrkünste von Frauen. „In meinen Augen sind Frauen die umsichtigeren Autofahrer. Immerhin werden 80 Prozent der Verkehrsübertretungen von Männern begangen“, sagte der 62-Jährige in einem Interview mit der Zeitschrift „Bunte“. Ähnliches gelte bei den Unfallstatistiken.

Ein „Elch-Test“ für jede Beziehung
2014_08_Bild 1_iStock_RapidEye_Stret im Auto
1 von 12

Es ist der Klassiker: Gemeinsame Autofahrten sorgen bei vielen Paaren für Unmut. Vor allem auf langen Strecken – unterwegs in den Urlaub zum Beispiel – gibt es Anlässe für Streitigkeiten. Im Auftrag von CosmosDirekt hat das Marktforschungsinstitut Forsa in Deutschland 1.310 Autofahrer ab 18 Jahren, die in einer Partnerschaft leben, zu den konfliktträchtigsten Situationen während der Autofahrt befragt.

In unserer Bilderstrecke zeigen wir, worüber sich Frauen und Männer häufig beschweren, wenn der Partner am Steuer sitzt ...

2014_08_Bild 2_Thinkstock_iStock_lilly3_Kfz_Autobahn
2 von 12

„Konflikte während der Fahrt sind nicht nur eine Belastungsprobe für die Beziehung, sondern auch für die Aufmerksamkeit“, warnt Versicherungsexperte Frank Bärnhof.

Frauen beschweren sich laut der Forsa-Umfrage vor allem über dichtes Auffahren (32 Prozent). Zu Recht: Drängeln ist nicht nur nervig, sondern auch strafbar. Wer den Sicherheitsabstand unterschreitet, riskiert ein Bußgeld oder sogar ein Fahrverbot. Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt folgende Faustformel: Der Sicherheitsabstand sollte gleich der in zwei Sekunden gefahrenen Stecke sein (oder auch Abstand gleich halber Tacho – bei 100 km/h also 50 m).

2014_08_Bild 3_Thinkstock_iStock_00one_Kfz_schnelle Fahrweise
3 von 12

Auf Platz 2: 28 Prozent der Frauen stört der „spritzige“ Fahrstil ihres Partners.

Vorsicht: Seit dem 1. Mai 2014 gilt ein neues Punktesystem. Für Raser kann es jetzt richtig teuer werden: Tempoüberschreitungen innerorts von bis zu 20 km/h kosten 35 Euro. Ab 21 km/h Überschreitung werden 80 Euro Bußgeld und ein Punkt fällig. Wer 31 km/h zu viel auf dem Tacho hat, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 160 Euro rechnen und erhält zwei Punkte in Flensburg sowie einen Monat Fahrverbot.

2014_08_Bild 4_Thinkstock_iStock_dolgachov_Kfz_Handy am Steuer
4 von 12

Jede fünfte Frau (20 Prozent) nervt es, wenn ihr Partner am Steuer unaufmerksam ist.

Seit Mai wird Handynutzung während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung härter bestraft: Verkehrssünder erhalten einen Punkt und müssen 60 Euro Strafe zahlen.

2014_08_Bild 5_Thinkstock_iStock_Cottonfioc_Kfz_Radio
5 von 12

„Hit the Road, Jack!“ Viele Autofahrer empfinden bei einem bestimmten Song ein Gefühl von Freiheit. Zu dumm, wenn die Beifahrerin diesen Genuss nicht teilt. Bei 14 Prozent der Frauen gibt es Zoff mit dem Partner wegen der Musikauswahl.

Kommen wir nun zu den fünf Faktoren, die Ihn am meisten stören, wenn Sie steuert ...

2014_08_Bild 6_iStock_Richard Clark_fehlende Orientierung
6 von 12

Links? Rechts? Geradeaus? 23 Prozent der Männer beschweren sich über den Weg bzw. die (fehlende) Orientierung ihrer Partnerin. Wer meckert, sollte allerdings beachten, dass dies in einer solchen Situation für noch mehr Verwirrung sorgen kann.

2014_08_Bild 7_Thinkstock_iStock_olm26250_Kfz_Tacho
7 von 12

Während Frauen die Raserei ihrer Partner nervt (28 Prozent), stören sich 13 Prozent der Männer an der zu langsamen Fahrweise ihrer Partnerin (bei den Frauen sind es zwölf Prozent).

In den Daimler-Werken würden überwiegend weibliche Angestellte die produzierten Autos vom Band fahren, weil es so weniger Blechschäden gebe, sagte Zetsche weiter. „Frauen sind in meinen Augen sehr gut – sowohl als Autofahrer als auch beim Einparken.“ Der Konzernchef, dessen Vertrag noch bis 2016 läuft, könnte sich auch „selbstverständlich eine Frau als Nachfolgerin vorstellen“. „Ich fände es fantastisch, wenn uns das gelingen würde“, sagte Zetsche.

  • afp
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%