Daniel Palmer
HSBC verliert Top-Manager

Europas größte Bank HSBC verliert erneut einen prominenten Investmentbanker. Nach nur drei Jahren gibt Daniel Palmer, Chef des weltweiten Kapitalmarktgeschäfts, seinen Posten auf. Analysten werten den Abgang als Indiz dafür, dass HSBC von seinen ehrgeizigen Plänen abrückt, in die Spitzengruppe der internationalen Investmentbanken vorzustoßen.

mm LONDON. Daniel Palmer hatte 2004 von Morgan Stanley zu HSBC gewechselt. Sein neuer Arbeitgeber soll dem Aktienmarktspezialisten damals ein Gehalt von 15 Mill. Pfund für drei Jahre garantiert haben. Angeheuert wurde der Banker von seinem ehemaligen Morgan-Stanley-Kollegen John Studzinski. Studzinski hatte die Aufgabe, HSBC mit einem ehrgeizigen und teuren Fünf-Jahresplan im klassischen Investment-Banking in die internationale Weltspitze zu führen. Die britische Bank verfügt zwar traditionell über ein gutes Handelsgeschäft; bei der Beratung von großen Börsengängen oder bei Fusionen und Übernahmen rangierte HSBC aber unter ferner liefen.

Unter Studzinkis dreijähriger Ägide investierte die britische Großbank die stolze Summe von rund einer Mrd. Dollar in den Ausbau des Investment-Bankings. Dennoch kam das Geldhaus auf den Ranglisten, die die Leistungskraft der Banken messen, nicht recht voran. Bei der weltweiten Beratung von Fusionen und Übernahmen belegte HSBC im ersten Quartal 2007 lediglich den 19. Rang. Im Geschäft mit Aktienplatzierungen schnitt die Bank nicht besser ab. Studzinski gab vor einem Jahr seinen Posten als Co-Chef des Investment-Bankings auf. David Livingstone, Chef des europäischen Investment-Bankings ging im vergangenen Oktober. Anfang dieses Jahres kündigte HSBC-Chairman Stephen Green an, dass sich seine Bank im Investment-Banking in Zukunft auf Finanzierungsaufgaben und auf die Emerging Markets konzentrieren will.

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