Dax-Konzerne
Altersvorsorge für Vorstände kosten Milliarden

Steinbrück will die Beamten-Pensionen an die Renten koppeln. Auch Dax-Konzerne brauchen eine neue Strategie nachdenken. Nach einer Studie summieren sich die Pensionsrückstellungen für frühere Vorstände auf Milliarden.
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DüsseldorfDie großen deutschen Konzerne lassen sich die Altersabsicherung ihrer Vorstandsmitglieder Milliarden kosten. Insgesamt summierten sich die Pensionsrückstellungen der im Dax notierten Unternehmen für frühere Vorstände 2012 nach einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung auf 2,8 Milliarden Euro.

Durchschnittlich 7,4 Millionen Euro zahlte jedes der Unternehmen demnach 2012 als Altersversorgung an frühere Vorstandsmitglieder. Das entspricht mehr als einem Drittel der Summe, mit der die Konzerne ihre aktiven Vorstandsmitglieder honorierten. Auch die Altersvorsorge für ihre aktiven Vorstandsmitglieder ließen sich die Konzerne einiges kosten. Durchschnittlich gaben sie je Manager rund 450 000 Euro für deren Altersvorsorge aus. Dies entspricht rund 54 Prozent der aktuellen Festbezüge.

Die Absicherung der Topmanager liegt damit erheblich über dem, was Normalverdiener nach einem langen Arbeitsleben erwarten können. Doch sei ein Ende des Aufwärtstrends der vergangenen Jahre absehbar, betont der Verfasser der Studie, der Vergütungsexperte Heinz Evers. Mit neu eingestellten Vorständen werde inzwischen oft ein geringeres Leistungsniveau vereinbart. Zudem hätten viele Unternehmen die bislang sehr niedrigen Altersgrenzen für die Pensionierung ihrer Vorstände angehoben.

Für die Studie hatte Evers die Vergütungsberichte und -angaben der Dax-Konzerne für das Geschäftsjahr 2012 ausgewertet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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