Dax-Konzerne
Vorstände sichern sich Rekordgehälter

2011 war für viele Unternehmen ein Rekordjahr. Und so kletterten auch die Gehälter der Dax-Chefs stark. VW-Chef Winterkorn bricht mit 17,5 Millionen Euro sogar alle Rekorde. Und der Trend geht weiter nach oben.
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DüsseldorfVolkswagen setzt mit der Vergütung seiner Vorstände Maßstäbe. Alle acht Mitglieder des Führungsgremiums erhalten für das zurückliegende Geschäftsjahr 2011 mindestens sieben Millionen Euro und stoßen damit in die Spitze der bestbezahlten Dax-Manager auf. Konzernchef Martin Winterkorn schlägt mit 17,5 Millionen Euro alle Rekorde.

Der Aufsichtsrat des Automobilkonzerns hätte zwar die Möglichkeit, die Bezüge zu deckeln. Angesichts des Rekordergebnisses, das VW einfuhr, war Zügelung aber offensichtlich kein Thema. Auf die Bremse treten dagegen Daimler, Siemens oder Linde.

Deren Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche, Peter Löscher und Wolfgang Reitzle konnten ihre Einkommen gegenüber dem Vorjahr kaum steigern, obwohl die Ergebnisse der von ihnen geführten Konzerne das durchaus zugelassen hätten. Neue Vergütungsstrukturen verhindern aber weiteren Zuwachs.

Heinz Evers, Vergütungsberater für Vorstände in den großen deutschen Konzernen, sieht die Entwicklung durchaus kritisch. Evers stellt eine "Verstetigung auf hohem Niveau fest". Eine Ursache dafür sind auch die weiter steigenden Fixbezüge der Vorstände. Zwei Millionen Euro Grundvergütung sind inzwischen mehreren Managern sicher.

Beispiel VW. Konzernchef Winterkorn hat knapp 1,9 Millionen Euro pro Jahr Festbezüge. Trotz der ohnehin explodierenden Boni und Langfristtantieme steigt aber das Grundgehalt für die VW-Manager um durchschnittlich sieben Prozent. Evers: "Warum müssen die Aufsichtsräte in solchen Fällen noch das Grundgehalt erhöhen?"

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Vorstände sichern sich Rekordgehälter

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Änderungen in der Zusammensetzung der Gehälter

Kommentare zu " Dax-Konzerne: Vorstände sichern sich Rekordgehälter"

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  • Jeder Gesellschafter / Inhaber eines Unternehmens ist froh, wenn die Geschäftsführung des Unternehmens hervorragende Arbeit leistet und für entsprechende Renditen sorgt. Dies wird er dann auch gerne mit aller Großzügigkeit belohnen.
    Das Thema in umgekehrter Richtung läuft allerdings in Deutschland verkehrt. Abfindungen haben da nichts zu suchen. Das wäre der Mindestbeitrag einer gescheiterten Geschäftsführung.

  • Gut, und bei der Gelegenheit können wir auch endlich Verkehrsregeln für die Fahrradfahrer einführen. Inklusive Parkgebühren, Strafen, Fahrerflucht, Polizeikontrollen, Steuern für Strassenbau, Führerschein. Wenn(!) all diese Dinge erfüllt sind, heißen wir sie willkommen auf unseren Strassen.

  • Anonymer Benutzer: gerold
    wenn Sie diese Jammerei satt haben, dann hören Sie doch nicht hin, es zwingt Sie niemand sich an dieser Diskussion zu beteiligen
    babsack69
    ich stimme Ihnen zu es wäre sehr sinnvoll diese Einkünfte so hoch zu besteuern, vielleicht sinken dann ja die Gehälter, was ich allerdings bezweifel.

    und als kleine Anmerkung meinerseits:

    Politik ist das was Wirtschaft zuläßt

    ein Hoch auf den Lobbyistmus, den wer schreibt denn sonst die Gesetze!

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