Dax-Unternehmen
Gewerkschaftschefs verteidigen Millionen-Gehälter

Rückendeckung für Topmanager gibt es von ungewohnter Seite. Führende Gewerkschaftschefs haben die Millionengehälter von Winterkorn & Co. verteidigt. IG-Metall-Chef Huber forderte aber zugleich eine Kappung der Boni.
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BerlinFührende Gewerkschaftschefs haben die Millionen-Gehälter für Topmanager in Dax-Unternehmen verteidigt. Der Vertrag für die Vergütung von VW-Chef Martin Winterkorn sei „im System“ in Ordnung, sagte IG-Metall-Chef Berthold Huber dem ARD-Politikmagazin „Report Mainz“. Er hatte dem Gehaltsvertrag im Aufsichtsrat des Unternehmens zugestimmt. An der Vergütung Winterkorns hatte sich in der vergangenen Woche eine Debatte um Spitzengehälter in der deutschen Wirtschaft entzündet. Der Manager erhielt 2011 rund 17 Millionen Euro.

„Ich bin persönlich der Meinung (...), dass es zu hoch ist, keine Frage“, räumte Huber ein. Es sei aber richtig gewesen, Winterkorns Bezüge an die Beschäftigungsentwicklung des Autoherstellers zu koppeln. Zugleich trete er aber für eine Kappung der Boni ab einer bestimmten Höhe ein.

Auch andere Gewerkschaftschefs rechtfertigten die hohen Bezüge in den Dax-Unternehmen, in denen sie im Aufsichtsrat sitzen. Er sei „dafür, dass für gute Leistung auch gute Gehälter gezahlt werden“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske mit Blick auf die Millionen-Vergütung des RWE-Vorsitzenden Jürgen Großmann. Der Manager müsse das Unternehmen für die Energiewende neu aufstellen, deswegen sei sein Gehalt gerechtfertigt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das hat nun rein gar nichts mit Kumpanei zu tun. Wenn man im Handelsblatt kommentiert, müßte man schon wissen, daß z.B. ein IGM Chef Huber im VW Aufsichtsrat sitzt und die Winterkorn Vergütung mit genehmigt hat. Und auch das hat bestimmte Hintergründe, wie z.B. die oder der Vertrag, der mit dem Winterkorn abgeschlossen wurde, z.B. eine Klausel, die seine Vergütung in Abhängigkeit der Umsatz-/Gewinnsteigerung setzt. Und was die Gewerkschaftsbosse an Gehalt beziehen, ist auch längst kein Geheimnis mehr, das wird seit 2009/2010 veröffentlicht. DGB Chef Sommer z.B. bekommt rund 130.000€ netto pro Jahr. Ihre Vergütungen, die die Gewerkschafter aus den Aufsichtsratposten beziehen, führen meines Wissens nach alle zum größten Teil an Stiftungen ab und den Rest spenden die meisten dann. Und die Löhne bei hier z.B. Audi VW und Porsche sind mitnichten Sklavenlöhne, hier werden doch Äpfel und Birnen in einen Korb geworfen. Was glaubt ihr, wer die Bonizahlungen an die Mitarbeiter mit ausgehandelt hat, der Papst?
    Das bei den horrenden Zahlungen an die sog. Manager so etliches im argen liegt, ist wohl klar, man sollte aber doch bei den Gründen schon differenzieren können.

  • Angemessener wäre es, wenn die Gewerkschaftsbonzen die Interessen kleiner Arbeitnehmer verteidigten.

  • Wenn Gewerkschafter die weit überhöhten Einkommen der Vorstände gut heißen, dann zeigt sich doch nur die Kumpanei der langjährigen Gewerkschaftsvorsitzenden mit den Vorständen. Die Amtszeit der Gewerkschaftsbosse müßte begrenzt werden, um dieses zu verhindern. Es wäre mal interessant zu wissen welche Gehälter die Gewerkschaftsbosse haben.

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