Dax-Vorstände: Ackermann ist nicht mehr Top-Verdiener

Dax-Vorstände
Ackermann ist nicht mehr Top-Verdiener

Es gab Jahre, da hatte Josef Ackermann ein Abo auf den Platz des Top-Verdieners im Dax. Das war 2008 während der Finanzkrise schon nicht mehr so. Und auch in diesem Jahr reicht sein Gehalt nicht für ganz oben.
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FrankfurtDeutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist nicht mehr Spitzenverdiener aller Dax-Vorstandsbosse. Der Schweizer erhält für das vergangene Jahr insgesamt neun Millionen Euro, sechs Prozent weniger als 2009, wie aus dem am Dienstag vorgelegten Geschäftsbericht hervorgeht.

Damit liegt er gleichauf mit Siemens-Chef Peter Löscher und hinter Volkswagen-Boss Martin Winterkorn, der nach einem Rekordjahr 9,3 Millionen Euro eingestrichen hat.

Ackermann will 2011 einen Gewinn vor Steuern von zehn Milliarden Euro einfahren - mehr als doppelt soviel wie im Vorjahr, als das Ergebnis von Milliardenabschreibungen auf die gerade übernommene Postbank belastet worden war. Das Ziel steht aber unter dem Vorbehalt, dass es zu keinem erneuten Einbruch der Weltwirtschaft kommt, was einige Experten nun wegen der Katastrophe in Japan befürchten. Der Bericht wurde vor dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Ostasien fertiggestellt.

Ackermanns Gehalt steht Jahr für Jahr im Blick der Öffentlichkeit, da er zumeist unangefochtener Spitzenverdiener unter den Dax-Konzernlenkern ist. Im eigenen Vorstand ist er allerdings nur die Nummer zwei bei der Bezahlung: Top-Investmentbanker Anshu Jain kommt einschließlich aller Boni auf zwölf Millionen Euro. Die Sparte des gebürtigen Inders und Kandidaten für die Nachfolge Ackermanns steuert regelmäßig den größten Teil der Gewinne für die Bank bei, in diesem Jahr sollen es rund drei Viertel sein. Auch bei anderen Großbanken wie der Schweizer UBS sind die Investmentbankchefs traditionell die bestbezahlten Manager.

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  • Man hört immer von einer deutschen Neidgesellschaft. Ich behaupte wir haben eine Giergesellschaft. Oder wer kann mir erklären, wie eine Person 1 Mio oder 5 Mio oder noch mehr in einem Jahr verdienen kann. Das gibt es nicht und ist nicht ohne andere Mitarbeiter, möglich. Es gibt bei uns Menschen die sehr gute Arbeit leisten und 7,50 €/ Std. und weniger bekommen. Und daran bereichern sich unsere Topverdiener ohne annähernd die Leistung dafür zu bringen. Und bei Fehlern kostet es Arbeitsplätze und die "Karawane" zeiht weiter.

  • Welche Vergütungshöhe ist angemessen? An welche Ziele soll man die Vergütung von Top-Managern koppeln?

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  • Habt ihr sie noch alle??? Als ob das in der momentanen Sitution wichtig wäre...

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