Dejan Jocic
Aus dem Nest gefallen

Leo Kirch trennt sich überraschend von Sirius-Geschäftsführer Dejan Jocic - wegen umstrittener Privatgeschäfte.

MÜNCHEN. Für Leo Kirch ist es kein schöner Sommer. Erst kippt das Kartellamt seinen milliardenschweren Vermarktungsdeal mit der Deutschen Fußball-Liga DFL. Nun folgt eine herbe persönliche Enttäuschung für den Medienunternehmer.

Schuld daran ist ausgerechnet der Mann, der die Verhandlungen für Kirchs Firma Sirius mit der DFL und anderen Partnern teilweise führte: Dejan Jocic. Knall auf Fall musste der 36-Jährige, so ist zu hören, wegen angeblich umstrittener Privatgeschäfte als Sirius-Geschäftsführer abtreten.

Ein locker gebundener Schlips, ein verschmitztes Grinsen, großes Selbstbewusstsein: So kennt die Branche den passionierten Golfspieler Jocic. Der Manager sei sicher "alles andere als blöd" und ein analytischer Denker, sagt einer, der ihn kennt. Auch bei Sirius habe er sein Talent bewiesen, strategische Vermarktungsmodelle zu entwickeln. Doch - und da sind sich ziemlich viele einig, die mit ihm zusammengearbeitet haben - liege bei Jocic auch ein Fall von "intellektueller Hybris und Selbstüberschätzung" vor.

Vielleicht hat dies nun auch zur Trennung geführt. Zu den Hintergründen mag sich keiner der Beteiligten äußern. Jocic sei aus der Geschäftsführung abberufen worden, sagt ein Kirch-Sprecher nur. Zu arbeitsrechtlichen Vorgängen könne man sich nicht weiter äußern. Ein Sirius-Sprecher ergänzt, man habe sich einvernehmlich getrennt. Dagmar Brandenstein und Ulrich Blessing seien weiter Geschäftsführer. Mit der DFL liefen derzeit Gespräche über die Zukunft des Vermarktungsvertrags.

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