Der Multimilliardär, der auf dem noblen Zürichberg residiert
Wiktor Wekselberg: Sicheres Gespür für Macht

Der Oligarch Wiktor Wekselberg legt sich mit dem britischen Energieriesen BP an. In seiner Schweizer Wahlheimat gibt sich der russische Milliardär hingegen bescheiden.

GENF. Zum Abschluss gibt es kleine Gaben für den Oligarchen: drei Kuhglocken, ein Wörterbuch Deutsch-Russisch und ein Schweizer Offiziersmesser. Wiktor Wekselberg nimmt es auf dem Swiss Economic Forum mit Humor: „In Russland befände sich unter mindestens einer der Kuhglocken eine Flasche Wodka.“

Der Multimilliardär, geschätztes Vermögen zwischen 10 und 20 Milliarden US-Dollar, der auf dem noblen Zürichberg residiert, lässt die steifen Eidgenossen noch wissen: „Ein bisschen russische Verrücktheit und Geschwindigkeit würde dem Land gut anstehen.“

Schmunzeln, Grinsen, Erleichterung. Helvetiens Firmenbosse ahnten nach dem ersten Treffen mit dem russischen Milliardär im vergangenen Juni: Mit diesem Wiktor Felixowitsch Wekselberg kann man Business machen. Der 51-jährige mit dem eisgrauen Bart und dem stechenden Blick spricht Klartext – und er versprüht sogar Humor.

Wekselbergs Gegner sehen die Sache ganz anders. Der Chairman des britischen Energieriesen BP, Peter Sutherland, prangert den Mann aus dem Riesenreich als „Firmenplünderer“ an. „Ihre Geschäftspraktiken sind ein Rückfall in das Russland der neunziger Jahre“, dröhnt Sutherland.

Doch Wekselberg lässt das kalt. Er zieht seinen Kampf gegen die Briten mit analytischer Präzision durch: Es geht um die Kontrolle über den drittgrößten russischen Ölförderer TNK-BP. Das Konsortium AAR mit Wekselberg und weiteren Oligarchen auf der einen Seite und BP auf der anderen Seite, beide halten jeweils 50 Prozent der Anteile, versuchen sich seit Monaten gegenseitig herauszudrängen: Es ist ein Schlagabtausch auf unterstem Niveau.

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