Der neue WestLB-Chef
Alexander Stuhlmann: Hanseat ohne Berührungsängste

Mit dem Hanseaten Alexander Stuhlmann konnte der Aufsichtsrat der WestLB einen Hochkaräter als neuen Vorstandschef verpflichten.

BERLIN. Als Chef der HSH Nordbank hat er nicht nur gezeigt, dass er ein Institut dieser Größenordnung führen kann. Auch der Erfolg der HSH Nordbank als weltgrößter Schiffsfinanzierer und Börsenaspirant ist eng mit dem Namen des 59-jährigen Hamburgers verbunden.

Gleichzeitig ist die Verpflichtung Stuhlmanns aber ein Indiz dafür, dass es sich um eine Interimslösung handelt. Denn Stuhlmann legte sein Amt bei der HSH Nordbank Ende 2006 zur Überraschung vieler Beobachter aus privaten Gründen nieder. Seine Lebensplanung könne er nicht mit dem geplanten Börsengang der HSH Nordbank in Einklang bringen, so Stuhlmann. Den Investoren wiederum sei es nicht zuzumuten, wenn kurz vor einem Börsengang oder danach „die Pferde gewechselt werden“. So überließ er seinem Vize Hans Berger die Führung. Es spricht viel dafür, dass mit der Wahl Stuhlmanns die WestLB schnell an einen Partner gebunden werden soll.

Doch damit ist der Partner selbst noch nicht präjudiziert. Stuhlmann hat keine Berührungsängste, wenn es beispielsweise um Finanzinvestoren geht. So hat er den Einstieg des amerikanischen Investmentbankers Christopher Flowers bei der HSH Nordbank gegen den Widerstand der Sparkassen-Finanzgruppe nachdrücklich verteidigt. Flowers erwarb den Anteil der WestLB in Höhe von 26,6 Prozent an der HSH Nordbank.

„Das ist kein Sündenfall. Der öffentliche Sektor muss privates Kapital aufnehmen, wenn er seinen Marktanteil halten oder ausbauen will“, sagte Stuhlmann in einem Interview. Die Wettbewerbsfähigkeit der öffentlich-rechtlichen Landesbanken sei in Gefahr, weil die staatlichen Eigner permanent knapp bei Kasse seien.

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