Der Pharma-Hersteller profiliert sich durch die Unterstützung sozialer Projekte
Betapharm setzt auf ganzheitliche Gesundheitsversorgung

Im Mammanetz und seinem Pendant für Kinder, „Der bunte Kreis“, werden Schwerstkranke und ihre Familien von der Diagnose bis zurück ins eigene Heim psychosozial betreut. Unterstützt wird das Engagement der Vereine von der Betapharm Arzneimittel GmbH, einem Generikahersteller.

DÜSSELDORF. Zwei Kinder, beide Eltern arbeiten. Jede Stunde ist geplant, die Arbeitsteilung abgestimmt. Und dann die Diagnose: Paul, der 6-Jährige, hat Leukämie. Was jetzt auf die Familie zukommt, betrifft nicht nur den kleinen Patienten. Auch Eltern und Geschwister sind seelisch, sozial und finanziell belastet. Manche Familien zerbrechen – wenn Hilfe fehlt.

Ein anderes Beispiel: Die Mutter fällt aus. „Als ich hörte, du hast Brustkrebs, brach für mich eine Welt zusammen“, sagt eine Patientin. Aber Case-Managerin Gabriele Kraus-Wegmann vom Verein Mammanetz war zur Stelle. „Nach einem ersten Beratungsgespräch ging es mir schon besser. Ich fühlte mich für die Operation gerüstet.“ Später hat sie noch oft bei ihrer Betreuerin angerufen. „Sie hat mich aufgefangen. Das war unendlich viel wert.“

Im Mammanetz und seinem Pendant für Kinder, „Der bunte Kreis“, werden Schwerstkranke und ihre Familien von der Diagnose bis zurück ins eigene Heim psychosozial betreut. Unterstützt wird das Engagement der Vereine von der Betapharm Arzneimittel GmbH, einem Generikahersteller. Gemeinsam gelang es ihnen, nachzuweisen, dass sozialmedizinische Nachsorge bei Schwerstkranken kostengünstig ist, weil teure Krankenhaustage vermieden werden. Eine Gesetzesinitiative war erfolgreich: Seit Januar 2004 ist die Nachsorge für Kinder Teil des Krankenversicherungsrechts.

Zwei bis drei Prozent vom Umsatz steckt der Augsburger Pharmahersteller Jahr für Jahr in soziale Projekte. Zudem beherbergt das Unternehmen im vierten Stock des Firmengebäudes das Beta Institut für sozialmedizinische Forschung und Entwicklung. Das Institut wird zu zwei Dritteln von Betapharm finanziert, arbeitet wissenschaftlich unabhängig und bietet seine Dienstleistungen auch Dritten an. Seine 40 Mitarbeiter nutzen die Poststelle des Unternehmens, die Buchhaltung, Kommunikationsleistungen und vieles mehr – gratis.

Betapharm leistet Vorbildliches aus eigennützigen Motiven. Das Unternehmen versteht sich nicht als karitative Einrichtung, nicht als Herberge für Gutmenschen. Ein farbenprächtiges Tulpenbild im Foyer verdeutlicht, was gemeint ist: „Eight flowers for you and one for me“, steht darunter. Die Geschichte des Unternehmens hilft, die Idee zu verstehen. 1993 gegründet, behauptet es sich zunächst mit Niedrigstpreisen auf dem Markt. Als zu viele Wettbewerber diese Strategie kopieren, gerät es 1997 in eine Krise. Zu dieser Zeit steht Betapharm auf Platz 15 der deutschen Generikaproduzenten.

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