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Der Skoda Autokids-Club darf bei Kindern keine Daten erheben

Der Importeur der Skoda-Fahrzeuge in der Bundesrepublik hatte auf einer Internetseite bei Kindern geworben, doch dem "Skoda Kinder Club Autokids beizutreten. Zu diesem Zwecke sollte ein Anmeldeformular ausgefüllt werden, in dem nach dem Vor - und Nachnamen, Wohnort, Geschlecht, Geburtsdatum, E-Mail Adresse, Hobbys, dem bevorzugten Auto, letztem Freizeitparkbesuch und Vor-und Nachname der Eltern gefragt wurde.

Die Mitwirkung der Eltern an dem Erwerb der Mitgliedschaft war nicht vorgesehen. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt verbot diese Aktion als wettbewerbswidrig. Die Einrichtung des Autokids-Clubs sei Aufmerksamkeit- - beziehungsweise Imagewerbung. Bei der Datenerhebung nutze sie die Unerfahrenheit von Kindern und Jugendlichen aus.

Wie die Richter erklären, sei die Erhebung von Daten bei Kindern zwar nicht stets und ohne weiteres als unlauter anzusehen, für Kinder im Vorschul - und Grundschulalter allerdings könnten die mit der Preisgabe persönlicher Daten verbundenen Nachteile kaum erkennen. Die Interessenabwägung zwischen dem Datenschutzinteresse eines Minderjährigen und den wirtschaftlichen Interessen des Werbenden falle zu Gunsten des Minderjährigen aus. Der Fall wäre anders zu beurteilen, wenn die Eltern an dem Erwerb der Club-Mitgliedschaft hätten mitwirken können.

OLG Frankfurt vom 30.6.2005 ; Az. 6 U 168/04
WRP 2005, S. 1029

Kontakt: Dr. Peter Schotthöfer

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