Der Thyssen-Krupp-Chef wird am Dienstag 60
Ekkehard Schulz: Eine geradlinige Managerkarriere

Schuster bleib bei deinen Leisten: Dieses Sprichwort hat Ekkehard Schulz, der Vorstandschef des Thyssen-Krupp-Konzerns, stets beherzigt. Eine geradlinige Managerkarriere brachte den Eisenhüttenmann an die Spitze des Unternehmens, dem er bis heute die Treue hielt - auch nach der zum 1. April 1997 beschlossenen Stahl-Ehe mit dem Erzrivalen Krupp. Die Vollfusion folgte rund ein Jahr später.

dpa DÜSSELDORF. In seiner Freizeit spielt der Vater von drei Kindern gerne Golf und Tennis. Mit einem Arbeitstag von 15 Stunden blieb dem Manager über lange Jahre jedoch kaum Zeit für Erholung oder Familie. Nachdem die von Krupp vorbereitete feindliche Übernahme des Thyssen-Konzerns ruchbar geworden war, arbeitete der Vorstand fieberhaft an einer Abwehrstrategie.

Der Stahlmanager, der am Dienstag seinen 60. Geburtstag feiert, wurde dann jedoch der Thyssen-Mann für den Vorstandsposten der neuen Thyssen-Krupp AG. Gemeinsam mit Gerhard Cromme führt der promovierte Ingenieur den fünftgrößten deutschen Industriekonzern. Mit dem Wechsel von Cromme in den Aufsichtsrat tritt Schulz endgültig aus dem Schatten des langjährigen Krupp- Managers.

Der Sohn eines Bankdirektors aus Bromberg (Westpreußen) startete nach seinem Studium des Eisenhüttenwesens an der Bergakademie Clausthal seine berufliche Laufbahn 1971 - als Vorstandsassistent bei der damaligen Thyssen-Niederrhein AG. Bereits 1985 rückte er in den Vorstand der Thyssen Stahl AG ein, bevor er 1991 als Nachfolger von Heinz Kriwet als Vorstandsvorsitzender in den Chefsessel des größten deutschen Stahlkonzerns wechselte.

Rationalisierung, Stellenstreichung und Kostensenkung in Millionenhöhe standen seit einer tief greifenden Neuordnung 1992 auf der Tagesordnung. Mit Abschluss der Fusion zu Thyssen-Krupp wurde Schulz einer der beiden Vorstandschefs in der zuletzt umstrittenen Doppelspitze mit Gerhard Cromme.

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