Der Vorstandschef von Open Pictures plant Einstieg bei Intertainment: Piëch-Neffe hat neue Pläne

Der Vorstandschef von Open Pictures plant Einstieg bei Intertainment
Piëch-Neffe hat neue Pläne

Eigentlich sind Medienmanager Öffentlichkeit gewohnt. Anders Stefan Piëch. Der etwas stämmig wirkende 33-Jährige mit der Halbglatze hält sich gegenüber Journalisten gerne bedeckt.

HAMBURG. Der Grund: Er ist der Neffe von Ferdinand Piëch, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Volkswagen AG. Der junge Piëch gehört damit zu einer der bekanntesten Industriellenfamilien Deutschlands, die mit ihren zahlreichen Geschäften aber lieber im Hintergrund bleibt.

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit hat der promovierte Medienwissenschaftler in München vor vier Jahren die Open Pictures AG gegründet. Die Gesellschaft finanziert unter anderem Spielfilme – darunter den Thriller „The Orange Paper“, der demnächst in die Kinos kommen wird.

Nun plant der Vorstandschef offenbar seinen ersten großen Firmencoup. Er will bei der angeschlagenen Münchener Intertainment AG einsteigen. „Wir führen Gespräche mit dem Ziel, uns mittelfristig an Intertainment zu beteiligen“, bestätigt Stefan Piëch dem Handelsblatt. Er strebt nach Informationen aus Unternehmenskreisen eine Sperrminorität über 25 Prozent an dem börsennotierten Filmrechtehändler an. Damit müsste er den freien Aktionären kein Übernahmeangebot machen. Erst ab 30 Prozent ist ein Erwerber dazu verpflichtet.

Open Pictures verfügt seit längerem über enge Geschäftsverbindungen zu Intertainment. Der Kurs der Intertainment-Aktie hat sich in den vergangenen zwei Monaten auf 4,50 Euro verdreifacht. Eine Sprecherin von Intertainment wollte sich zu den Kaufabsichten nicht äußern.

Wie dieses Geschäft und auch Open Pictures selbst finanziert werden, will Stefan Piëch nicht näher erläutern. Sein Vorstandskollege Matthias Batthyany sagt: „Wir verfügen über einen Kreis von Investoren aus unserem privaten Umfeld.“

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