Deutsche Bank
Aktienderivate-Chef Carson muss gehen

Die Deutsche Bank trennt sich nach Verlusten im Eigenhandel vom Leiter des weltweiten Aktienderivate-Handels. Seine Arbeit erledigen in Zukunft gleich zwei Manager.

HB LONDON/FRANKFURT. Richard Carson verlässt die Bank, wie ein Sprecher des größten deutschen Geldhauses bestätigte. Der Geschäftsbereich werde künftig von zwei Managern, Michele Gissi und Roger Naylor, geleitet.

Neben Carson müssen auch der Leiter des asiatischen Aktien-Derivatehandels sowie ein Händler ihren Hut nehmen. Der Sprecher wollte sich zu den Hintergründen der Personalentscheidungen nicht äußern. Im dritten Quartal musste die Bank wegen des Preisverfalls an den Märkten im Eigenhandel mit Aktien Verluste von fast 400 Mio. Euro verkraften.

In Medienberichten war vor allem von Einbußen im Derivategeschäft die Rede. Im Kerngeschäft Investmentbanking schrieb die Deutsche Bank auch wegen milliardenschwerer Abschreibungen rote Zahlen, während das Quartalsergebnis konzernweit noch der Nulllinie lag.

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