Deutsche Führungskräfte sind durch Krise verunsichert
Begeistern statt befehlen

Wer Mitarbeiter mitreißen kann und durch persönliches Beispiel überzeugt, hat die besten Eigenschaften, um ein Unternehmen in schweren Zeiten zu führen. Dies ist das Fazit der Studie „Führen in der Krise – Führung in der Krise?“ der Akademie für Führungskräfte in Bad Harzburg.

rps DÜSSELDORF. Persönliche Kompetenz ist der Umfrage zufolge wichtiger als Branchenkenntnis und Expertise: Fachkompetenz hält weniger als die Hälfte für entscheidend (47,5 Prozent), Kenntnisse über neue Management-Methoden (6,5 Prozent) und Allgemeinbildung (3,8 Prozent) werden fast so wenig Bedeutung beigemessen wie „gepflegtem Äußeren“ (1,1 Prozent).

Die Akademie nimmt an, Mitte der neunziger Jahre habe sich ein Führungsstil durchgesetzt, der eher Systeme, Prozesse und Organisationen im Blick hat als Personen und Hierarchien. Da solche Führung nicht qua Amt verordnet werden könne, müsse sie täglich neu ge- und erlebt werden. Auch in schwierigen Zeiten rigoros auf Durchgreifen und Disziplin zu setzen, halten die meisten Manager für falsch. Der Aussage „nur wer machtbewusst ist, kann führen“ stimmen nur 23,3 Prozent zu.

Die deutschen Führungskräfte sind aber durch die Krise verunsichert: Vier von zehn Befragten stellen in ihrem Unternehmen „allgemeines Misstrauen“ fest. 59,5 Prozent sind der Meinung, dass sich die Anforderungen an sie geändert haben. 61,9 Prozent haben das Gefühl, nicht auf neue Situationen vorbereitet zu sein. Jeder zehnte fühlt sich sogar überlastet.

Das hat Folgen: Auch wenn die meisten Führungskräfte Autorität nicht als wichtigste Kompetenz einer Führungskraft zur Krisenbewältigung definieren, räumen 68,1 Prozent selbstkritisch ein, dass Führungskräfte in Krisenzeiten dazu neigen, autoritärer zu führen.

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