Deutsche Managementberater
Berater erwarten starkes Wachstum

Das Geschäft der deutschen Managementberater brummt. Laut Bundesverband Deutscher Unternehmenberater prognostizieren die Anbieter ein Umsatzwachstum von elf Prozent für dieses Jahr. Nach Angaben der Marktforschungsgesellschaft Lünendonk erwarten speziell die mittelgroßen Beratungshäuser bis 2012 im Durchschnitt 11,4 Prozent Umsatzzuwachs pro Jahr.

DÜSSELDORF. Dabei zeichnet sich ab, dass das schnelle Geschäft nach dem Motto „rein ins Kundenunternehmen, Konzept erarbeiten, raus aus dem Unternehmen“ nicht mehr angesagt ist. Stattdessen erwarten die Consultants für die kommenden Jahre mehrheitlich längerfristige Zyklen der Zusammenarbeit mit ihren Kunden, heiß es in einer Untersuchung von Lünendonk.

Die These, dass die Zusammenarbeit mit den Kunden zunehmend auf mehrjähriger Basis erfolgt, bewerteten danach 24 Prozent der befragten Unternehmensberater mit „trifft voll zu“, 42 Prozent mit „trifft teilweise zu“. Diese Entwicklung wird unter anderem von Rahmenverträgen angetrieben, die Beratungsgesellschaften mit ihren Kunden abschließen. „Die namhaften Beratungshäuser sind bei den Kundenunternehmen teilweise immer noch gesetzt. Deren Projekte sind überwiegend auf langfristige Zusammenarbeit ausgelegt und diese ist durch Rahmenverträge fixiert“, sagt Thomas Lünendonk, Inhaber der Marktforschungsgruppe.

Weiteres Ergebnis der Befragung: Um Kunden zu gewinnen, verstärken die Managementberatungen ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten deutlich. Aus Sicht Lünendonks hat die Durststrecke, die die Branche in den Jahren 2001 bis 2004 erlebte, die Beratungsunternehmen sensibilisiert: Seither nehmen sich nicht nur die Großen stärker Themen wie Positionierung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit an.

Zugleich expandieren die kleinen und mittelgroßen deutschen Beratungsgesellschaften verstärkt ins Ausland. Meist gelingt dies denen gut, die sich auf ein bestimmtes Beratungsgebiet konzentriert haben. „Europäisches Know-how von Unternehmensberatungen wird zunehmend im Ausland nachgefragt, weil auch die Unternehmen in den Niedriglohnländern in der globalisierten Welt stärker unter Kosten- und Wettbewerbsdruck geraten“, sagt Gerd Kerkhoff, geschäftsführender Gesellschafter der auf Beschaffung spezialisierten Kerkhoff Consulting. Der Auslandsumsatz des Unternehmens ist im vorigen Jahr von 2,0 Mill. auf 11,5 Mill. Euro gestiegen.

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