Deutsche Post
Katja Windts steiler Aufstieg

Katja Windt hat ihre Karriere bislang in großen Schritten genommen. Bislang hat sie noch keinen Aufsichtsrat von innen gesehen - und beginnt direkt in einem Dax-Kontrollgremium. Bei der Deutschen Post.
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Düsseldorf Der designierten Post-Aufseherin Katja Windt ist ein steiler Aufstieg gelungen. Die Hochschulprofessorin, die am 25. Mai für die Kapitalseite in den Aufsichtsrat der Deutschen Post einziehen soll, gehörte nach eigenem Bekunden noch nie einem Aufsichtsrat an und hat jetzt direkt den Sprung in ein Dax-Kontrollgremium geschafft. „Das einzige Aufsichtsgremium, in dem ich bisher arbeite, ist der wissenschaftliche Beirat bei der Bundesvereinigung Logistik“, sagte sie dem Handelsblatt.

Doch nicht nur die Oberaufsicht eines Dax-Konzerns ist für die 41-Jährige Neuland. Obwohl sie sich in ihrem Lehrgebiet an der privaten Jacobs University in Bremen mit der Planung und Steuerung logistischer Prozesse befasst und damit eine ausgewiesene Expertin ist, hat die Produktionstechnikerin noch nie mit der Post gearbeitet und keine operative Erfahrung in der Wirtschaft.

Wer sie für die Aufgabe vorgeschlagen habe, lässt Windt auf Anfrage offen. Es seien wohl die Wissenschaftspreise gewesen, die die Aufmerksamkeit auf sie gelenkt hätten, glaubt Windt. Im Juli 2008 wurde sie von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Essen mit dem Alfried-Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer ausgezeichnet. Kurz darauf ernannte sie der Deutsche Hochschulverband zur „Hochschullehrerin des Jahres“.

Wie es in Aufsichtsratskreisen heißt, hat die Post gezielt nach einer weiblichen Neubesetzung gesucht, um die Frauenquote in dem Spitzengremium zu verbessern. Die Suche, an der auch die Arbeitnehmerseite beteiligt war, habe länger gedauert als geplant, da die wenigen zur Verfügung stehenden Kandidatinnen durch bestehende Aufsichtsratsmandate bereits ausgelastet seien.

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