Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR): „Bilanzpolizei“: Fehler in 19 Unternehmensabschlüssen

Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR)
„Bilanzpolizei“: Fehler in 19 Unternehmensabschlüssen

Die "Bilanzpolizei" der deutschen Wirtschaft für börsennotierte Unternehmen hat 2006 in fast jedem fünften geprüften Jahresabschluss Fehler gefunden. Bei 109 abgeschlossenen Verfahren seien in 19 Fällen Mängel beanstandet worden, teilte die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) am Donnerstag in Berlin mit.

dpa BERLIN. Betroffen waren zwei mittelgroße Firmen aus dem MDax ein kleineres SDax-Unternehmen sowie 16 nicht indexnotierte Gesellschaften. Moniert wurden unzureichende Angaben zu Risiken oder fehlende Details zu einzelnen Konzern-Geschäftsfeldern. Vor allem in kleineren Firmen mit geringer Personalstärke sei es teils schwierig, komplizierten internationalen Bilanzierungsvorgaben nachzukommen.

Besonders wichtig sei die vorbeugende Wirkung der Prüfungen, sagte DPR-Präsident Eberhard Scheffler. Problematische Bilanzierungsfragen würden in Aufsichtsräten und mit Wirtschaftsprüfern inzwischen viel intensiver diskutiert. Die Prüfstelle, die von mehreren Verbänden der deutschen Wirtschaft getragen wird, hatte ihre Arbeit Mitte 2005 aufgenommen. Ziel ist, dass Firmen der Börsensegmente Dax MDax, TecDax und SDax alle vier bis fünf Jahre geprüft werden, übrige Aktiengesellschaften alle acht bis zehn Jahre.

Finanziert wird die Prüfstelle aus einer Umlage der rund 1 200 kapitalmarktorientierten Firmen in Deutschland. Aus dem Budget 2006 von fünf Mill. Euro wurden 3,5 Mill. Euro genutzt. Wachsenden Aufwand erwartet die Stelle dadurch, dass künftig laut einer europäischen Richtlinie für Transparenz auch Halbjahresabschlüsse bei Anhaltspunkten auf Mängel geprüft werden sollen.

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