„Deutschen Unternehmer-Preis 2006“
Unternehmer mit Mut und Visionen

Es schien das endgültige Aus für Dronco zu sein: Der Mittelständler aus dem nordbayerischen Wunsiedel steckte noch mitten in seiner ersten Krise, da brach im November 2001 auch noch dessen Hausbank zusammen - und mit ihr die Finanzierung. Nichts ging mehr. Doch Mehrheitseigentümer und Vorstand Hermann Bröker gab nicht auf - und erntet jetzt die Früchte seiner Arbeit.

Doch Hermann Bröker, Mehrheitseigentümer und Vorstand von Dronco, gab nicht auf. Zusammen mit seinem Team trieb Bröker die Sanierung "ohne Kompromisse weiter", wie er sagt. Bröker hatte das Unternehmen, deren Scheiben auf fast jedem Schleif- und Trennwerkzeug von Bosch oder Hilti zu finden sind, 1998 übernommen, als es durch Missmanagement am Boden lag. Seine Vision: Er wollte aus der Krise heraus beweisen, dass auch ein Hersteller von Massenware am Hochlohnstandort Deutschland erfolgreich produzieren kann.

Eine schwierige Mission, doch sie gelang: 1998 hatte Dronco noch einen Verlust von fast drei Mill. Euro eingefahren, der Umsatz dümpelte bei 15 Mill. Euro. Acht Jahre später setzt die Firma rund 40 Mill. Euro um und erzielt mit einem Jahresergebnis von 1,5 Mill. Euro wieder einen ordentlichen Gewinn. Auch die Zahl der Mitarbeiter stieg in dieser Zeit.

Für diese Leistung wurde das Team von Dronco am Freitag mit dem "Deutschen Unternehmer-Preis 2006" in der Kategorie "Erfolgreicher Mittelstand" ausgezeichnet. Hinter diesem erstmals vergebenen Preis steckt die renommierte amerikanische Harvard Business School (HBS) mit ihrem studentischen Entrepreneurs Club. Das Handelsblatt unterstützt den Wettbewerb.

HBS-Student Paul Morgenthaler hat in Zusammenarbeit mit der Hochschule Reutlingen den HBS-Businesswettbewerb nach Deutschland gebracht und für die Preisvergabe eine prominente Jury gefunden (siehe "Fakten"). "Wir wollen das Unternehmertum in Deutschland fördern, denn im Vergleich zu den USA sehen wir Defizite", erläutert der 28-Jährige. "Dort werden Unternehmer schon mal wie Rockstars gefeiert."

Als Rockstar fühlt sich das Team der Münchener Biotechfirma Spherotec zwar nicht. Doch mit ihrem Konzept gewannen sie in der Kategorie Gründer. Die dritte Kategorie des "Deutschen Unternehmer-Preises" ging an Firmen, die sich besonders der Nachhaltigkeit verschreiben: Es gewann "Dialog im Dunkeln".

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