Deutscher Werbemarkt
Tendenz ist steigend

Laut einer aktuellen Statistik der Nielsen Media Research GmbH, dem führenden Medienforschungsunternehmen aus Hamburg, ist der Werbemarkt in Deutschland in den ersten neun Monaten um 280 Millionen Euro gewachsen, was einer Wachstumsrate von 2,4 Prozent entspricht.

Damit konnte erstmals nach dem Einbruch der Werbemärkte zu Beginn des Jahres 2001 wieder ein substantielles Wachstum festgestellt werden. "Der Trend der letzten sechs Monate ist eindeutig positiv, basiert aber auf Sonderentwicklungen einzelner Wirtschaftbereiche und ist noch nicht stabil", so Ludger Vornhusen, Geschäftsführer der Nielsen Media Research GmbH. Steigende Werbeaufwendungen konnten besonders für große Unternehmen festgestellt werden. Die fünfzig größten Werbungtreibenden steigerten ihre Werbeinvestitionen um insgesamt 360 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr und vereinigten somit das gesamte Marktwachstum auf sich. Die nachfolgenden Unternehmen trugen zum Wachstum des Gesamtmarkts nicht bei, sondern schränkten in der Regel ihre Werbeausgaben weiter ein.

Besonders deutlich haben die grössten Lebensmitteldiscounter ihre Werbeaufwendungen mit 120 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gesteigert, was einer Wachstumsrate von 33 Prozent entspricht. Schwerpunkt der Werbeinvestitionen der Discounter waren Anzeigen in Tageszeitungen. Ludger Vornhusen kommentiert diesen Trend: "Die Top 3 der in Deutschland meistbeworbenen Produkte sind mittlerweile Lidl Discount, Aldi und Plus. Der Erfolg der preisaggressivsten Vertriebskanäle ist also auch auf deren Werbeinvestitionen zurückzuführen. Diese Entwicklung ist eine große Herausforderung für die Markenartikelindustrie."

Von Januar bis September dieses Werbejahres verteilen sich die Bruttowerbespendings auf die einzelnen Mediengattungen wie folgt: Die Werbeeinnahmen von TV liegen mit 5,1 Milliarden Euro um 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen lagen bei 2,9 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 10,5 Prozent entspricht. Zu beachten ist hier, dass die Entwicklung von Rubrikenanzeigen in der Nielsen Media Research Statistik nicht berücksichtig werden. Die Publikumszeitschriften erwirtschafteten Anzeigenerlöse in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro und verloren somit gegenüber dem Vorjahr 4,4 Prozent. Radio verzeichnet bei Werbeumsätzen von rund 650 Millionen Euro einen Verlust von 2,0 Prozent, gefolgt von Plakat mit Werbeeinnahmen von rund 400 Millionen Euro und einem Zuwachs von 10,1 Prozent. Fachzeitschriften mit 294 Millionen Euro Werbeumsatz verzeichnen einen Rückgang von 3,2 Prozent.

www.nielsen.de

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