Deutschlands reichste Frau
Susanne Klatten von Gigolo erpresst

Deutschlands reichste Frau Susanne Klatten ist Opfer einer Millionen schweren Erpressung geworden. Die Milliarden-Erbin der Familie Quandt und Großaktionärin bei BMW soll sich zu erotischen Treffen mit einem Gigolo verabredet haben und wurde danach von ihm erpresst. Ihm wird nun rasch der Prozess gemacht.

HB BERLIN. Im Erpressungsfall der Münchner Quandt-Erbin und BMW-Großaktionärin Susanne Klatten rechnet die Staatsanwaltschaft noch in diesem Jahr mit einer Anklage. Das teilte Oberstaatsanwalt Anton Winkler am Montag in München mit. Ein 43 Jahre alter Schweizer war im Januar in Österreich festgenommen worden und sitzt seit März in Stadelheim in Untersuchungshaft. Klatten, verheiratete Mutter dreier Kinder, hatte Strafanzeige erstattet. Die 46-Jährige, die als reichste Frau Deutschlands gilt, hatte sich mit dem Schweizer getroffen und war von ihm dann mit verfänglichen Fotos erpresst worden.



Frau Klatten hatte "bereits im Januar 2008 Strafanzeige wegen Betrugs und Erpressung bei der Staatsanwaltschaft München gestellt", sagte ein Sprecher Klattens. Sie habe sich zu der Anzeige entschieden, weil sie erkannt habe, dass die Beziehung zu dem mutmaßlichen Erpresser einen ausschließlich kriminellen Hintergrund gehabt habe. Das Ziel sei von Anfang an gewesen, "sie zu betrügen und Geld zu erpressen."

Zuvor hatten mehrere Zeitungen berichtet, die verheiratete Milliardärin und Mutter von drei Kindern sei mit kompromittierenden Videos von Treffen mit einem Schweizer Staatsbürger erpresst worden.

Wie die Onlineausgabe der "Süddeutschen Zeitung" berichtete, wurde die 46-Jährige über Monate hinweg mit Filmen von ihren erotischen Zusammenkünften mit einem Schweizer Gigolo erpresst. Das Umfeld der Quandt-Familie habe bestätigt, dass es laufende Ermittlungen nach einer Anzeige von Klatten gebe. Vorher seien 7,5 Millionen Euro an das Netz italienisch-schweizerischer Erpresser geflossen, das jedoch immer mehr Geld gefordert habe.

Ein Sprecher der Münchner Staatsanwaltschaft bestätigte der AP am Wochenende, dass es ein Ermittlungsverfahren gebe und dass der beschuldigte Schweizer sich seit einigen Monaten in Haft befinde. Neben Klatten wurden laut "Süddeutscher Zeitung" auch mehrere ihrer Freundinnen erpresst, die jeweils bis zu drei Millionen Euro entrichteten.

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