Die Akteure im Kirch-Poker
Edmund Stoiber - Der Herausgeforderte

Der CSU Kanzlerkandidat steht im Wahljahr vor einem Problem, das sein Image des kompetenten Wirtschaftspolitikers ankratzen könnte.

Ausgangslage:

Dieses Jahr soll sein Jahr werden. Ein Konkurs der Kirch-Gruppe, ausgerechnet in einem Bundestagswahlkampf, aus dem als Sieger hervor zu gehen sich Stoiber gute Chancen ausrechnen darf, wäre für ihn oberpeinlich gewesen. Die Bayerische Landesbank ist mit fast zwei Milliarden Euro größter Geldgeber Kirchs – und gehört zur Hälfte dem Land Bayern. Der Verwaltungsrat ist gespickt mit Ministern aus Stoibers Kabinett.
Ziele: Stoiber muss unter allen Umständen sein Image eines erfolgreichen und kompetenten Wirtschaftspolitikers bewahren – das große Plus seiner Kandidatur. Deshalb darf er sich von seinem politischen Gegner, Kanzler Schröder, auf diesem Gebiete nichts vormachen lassen, schon gar nicht in seiner Heimat Bayern. Und er muss auch die Bayerische Landesbank vor einem dramatischen Kreditausfall bewahren, um im Wahljahr eine Krise von seinem Kabinett abzuwenden.
Chancen: Kommt es – wonach es derzeit aussieht – zu einer bayrischen Lösung und übernimmt die Münchner HypoVereinsbank Kirchs Springer-Paket, wäre die akute Gefahr für Stoiber aus Richtung Kirch gebannt. Und sein politischer Gegner, Bundeskanzler Schröder, hätte sich bei seiner Attacke in Richtung Kirch und Stoiber eine blutige Nase geholt.

Wirtschaftswoche-heute

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