Die Frauenversteherin
Die große Baby-Angst

Kind und Karriere, auch 2015 ist die Vereinbarkeit beider Lebensfaktoren keine Selbstverständlichkeit – zumindest für Frauen. Der Baby-Wunsch wird schnell zur Baby-Angst. Es muss dringend ein Umdenken her.
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Alles geht gleichzeitig, daran glauben wir Frauen von heute. Und das ist auch die Erwartung an uns. Kinder, Karriere, Familien- und Freizeitglück. Auch die Männer nehmen wir in die Pflicht, sie fordern glücklicherweise sogar Zeit mit den Kindern ein. Doch am Ende sind auch heute noch die wenigsten Beziehungen gleichberechtigt, wenn es um die Kinder geht.

Kinder rücken immer weiter nach hinten. Das geht ja auch noch mit 30, denken wir Mitte 20, oder mit 35. Doch plötzlich geht es immer und überall um Kinder. Wie durch einen imaginären An-Schalter scheint die biologische Uhr plötzlich los zu ticken, wenn wir um die 30 sind. Kolleginnen werden schwanger, Mitarbeiterinnen bekommen Babys, der Mann in den ich mich verliebt habe, hat schon eine elfjährige Tochter.

Beruflich läuft es gut. Ich habe gegründet, wir haben die ersten Kunden, wir wachsen. Und plötzlich ist da irgendwie im Hinterkopf der drängende Gedanke an Kinder. Und das Thema macht Angst. Um ganz ehrlich zu sein: mit Nachtschichten vor Augen gehört schon einiges dazu, sowohl Familie als auch Verwirklichung im Job gerecht zu werden.

Um die 30 begleitet uns Frauen die große Baby-Angst. Wie wird sich das anfühlen, wenn es so weit ist, und gibt es ihn überhaupt, den richtigen Zeitpunkt? Schließlich kennen wir die Diskussionen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Denn so ganz richtig ist es eigentlich nie. Nicht, wenn man mit dem Kind nur sechs Monate Zuhause bleibt, nicht wenn man zu lange weg bleibt, nicht wenn man Vollzeit arbeitet, nicht wenn man Teilzeit arbeitet.

Immer wieder landen Gespräche mit Freundinnen, mit Bekannten und Interviews mit Müttern bei diesem einen Thema. Doch wieso ist das bei Männern ganz anders?

Kommentare zu " Die Frauenversteherin: Die große Baby-Angst"

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  • Kinder kosten Geld. und in einer Zeit, in der ALLES auf finanzielle Aspekte reduziert wird, in der die Gier nach Geld zum Lebensinhalt wird, ist eben für Kinder kein Platz mehr. Nur gut, dass sich eine derartige Gesellschaft ausrottet!

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