Die Justiz geht gegen den Präsidenten der zweitgrößten spanischen Bank BBVA vor: Druck von allen Seiten

Die Justiz geht gegen den Präsidenten der zweitgrößten spanischen Bank BBVA vor
Druck von allen Seiten

Bislang genoss Francisco González Rodríguez großes Ansehen. Der Präsident der baskischen Banco Bilbao Viszcaya Argentaria (BBVA) führte die zweitgrößte spanische Bank mit Erfolg. Im vergangenen Jahr erreichte er mit 2,8 Milliarden Euro sogar einen Rekordgewinn.

HB MADRID.Dennoch muss der hoch gewachsene 60-Jährige mit der Halbglatze und den braunen Augen derzeit um seinen Posten bangen. Denn alle sind gegen ihn: Politiker, Exmitarbeiter – und nun auch die Justiz.

González gründete seinerzeit eine der größten unabhängigen Investmentgesellschaften des Landes, die FG Inversiónes Bursátiles. Die verkaufte er 1996 an den US-Finanzkonzern Merrill Lynch. Dabei soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Der Börsenaufsicht wurde ein entsprechendes Dokument zugespielt. Während sie aber eine Untersuchung ablehnte, haben sich die Staatsanwälte für Antikorruption des Falls angenommen.

FG, wie González in der Presse genannt wird, stieg 1996 unter dem damaligen konservativen Premierminister José María Aznar zum Chef der staatlichen Bank Argentaria auf. Später wandelt er sie erfolgreich in ein privates Finanzinstitut um. 1999 fusioniert er sie mit der Banco Bilbao Vizcaya zur BBVA. González wird Co-Präsident und übernimmt im Jahr 2002 die Alleinherrschaft des Bankriesen.

Als der Sozialist José Luis Rodríguez Zapatero im April 2004 Premierminister wird, ist ihm der von der konservativen Partei unterstützte González von vornherein ein Dorn im Auge. Er setzte sich dafür ein, dass González an der Spitze der BBVA vom jetzigen Chief Executive Officer José Ignacio Goirigolzarri abgelöst wird – am besten schon bevor der Vertrag von González 2009 abläuft.

Und das, obwohl es eigentlich keinen Grund gibt, González vom Thron zu stoßen. Er hat einen guten Job gemacht. Immerhin war die BBVA-Aktie im vergangenen Jahr einer der größten Gewinner auf dem heimischen Parkett, nachdem die Bank einen Rekordgewinn eingefahren hatte.

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