„Die schießen gerne Eigentore“
Letzte Chance für Ankläger im Mannesmann-Prozess

Im Mannesmann-Prozeß haben die Staatsanwälte am Mittwoch voraussichtlich zum letzen Mal das Wort. Bislang war der Verlauf des Prozesses eher durch ein unglückliches Autreten und durch die Erfolglosigkeit der Staatsanwaltschaft gekennzeichnet.

HB DÜSSELDORF. Zwei Tage lang wollen sie mit ihrem Plädoyer versuchen, das Düsseldorfer Landgericht umzustimmen und es doch noch von der Schuld der Angeklagten überzeugen. Alles andere als Freisprüche wären allerdings in dem spektakulären Strafprozess um Millionenprämien an Manager eine faustdicke Überraschung.

Zuletzt hatten auch die drei Ankläger ihren Widerstand gegen ein rasches Ende des Verfahrens praktisch aufgegeben. Selbst einen Teilerfolg - die Aufnahme eines weiteren Anklagepunktes - ließen sie ungenutzt und verzichteten auch auf weitere Zeugen. Die Ankläger konnten oder wollten ihren Vorwurf, dass es auch bei weiteren Prämienzahlungen nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll, nicht unterfüttern.

Schon zuvor wirkten die Ankläger über weite Strecken der fünf Monate dauernden Beweisaufnahme den Verteidigern nicht gewachsen. Mehr als einmal zogen sich die Vertreter der Anklage mit ihrem Verhalten aber auch das Missfallen der Strafkammer zu. Die Verteidiger hatten bereits seit längerem die angebliche Verzögerungstaktik moniert.

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