Die Zahl interner Beratungseinheiten in den Unternehmen wächst: Konkurrenz und Chance für die externen Kollegen
Wer bekommt den Auftrag?

Die Stühle enger zusammenrücken heißt es für die Unternehmensberater in deutschen Landen - Platz da für die Kollegen aus dem Inhouse Consulting. 75 Prozent aller Dax- und M-Dax-Unternehmen haben sich bereits eine interne Beratungseinheit zugelegt.

„Und nicht wenige sind dabei, solche aufzubauen. Die internen Berater erleben gerade eine regelrechte Boomphase“, kommentiert Michael Mohe, Mitglied der Forschergruppe Consulting Research (Core) an der Universität Oldenburg, die Ergebnisse der Core-Studie „Klientenprofessionalisierung in Deutschland“.

Die wachsende Konkurrenz könnte auf dem hart umkämpften deutschen Beratermarkt für eine Zäsur sorgen, erwarten Experten. „Der Beratungsmarkt wird sich aufspalten“, prognostiziert beispielsweise Christel Niedereichholz, Professorin an der Fachhochschule Ludwigshafen und Autorin des Buchs „Internes Consulting“. „Die immer wiederkehrenden Themen erledigen die Internen, die Strategie bleibt Sache der Externen.“

Akzeptiert hat dies Porsche Consulting und sich klar positioniert. „Bei uns geht es um Effizienzsteigerung, nicht um Strategie“, sagt Geschäftsführer Eberhard Weiblen. Mit 80 Beratern und einem Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr von 16,5 Mill. Euro, 70 Prozent davon mit externen Klienten, „sind wir eine der profitabelsten Tochtergesellschaften von Porsche“. Die Idee für Porsche Consulting sei dabei nicht strategisch geplant gewesen. „Nachdem wir bei der Porsche-Restrukturierung Anfang der 90er Jahre erfolgreich waren, war die Nachfrage mancher Zulieferer nach Beratung so groß, dass wir fast gar nicht anders konnten.“ Heute ist Porsche Consulting über die Branchengrenzen hinweg tätig. „Wir haben auch schon einen Produzenten von Backwaren beraten. Prinzipiell kommt jeder in Frage, der seine Prozesse verschlanken möchte.“

So neu ist das Thema „Inhouse Consulting“ in Deutschland also nicht. Bereits Ende der 70er Jahre fragte Chemieriese BASF intern um Rat, 1988 folgte die Lufthansa, 1989 der Schraubenproduzent Würth sowie Kaufhof. „Die meisten internen Beratungen sind Mitte der 90er Jahre gegründet worden“, hat Forscher Mohe herausgefunden.

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