Diego della Valle
Modepatron kauft sich bei Luxuskette ein

Diego della Valle, Gründer und Besitzer der italienischen Edelschuh-Marke Tod’s, ist zum größten Aktionär der US-Luxus-Kaufhauskette Saks aufgestiegen. Die Kette ist für den Modeunternehmer die erste große Investition außerhalb Italiens.
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MAILAND. In der vergangenen Woche steigerte der 56-Jährige seine Beteiligung an dem börsennotierten Unternehmen von 11,12 Prozent auf 19,05 Prozent und überholte damit den mexikanischen Milliardär Carlos Slim, dem 16 Prozent gehören.

Diego della Valle ist einer der erfolgreichsten italienischen Modeunternehmer. Mit seinen Marken, zu denen außer Tod’s auch Hogan und Fay gehören, hat er im vergangenen Jahr 713 Mio. Euro umgesetzt und den Gewinn um drei Prozent auf 86 Mio. gesteigert, während fast alle Konkurrenten herbe Einbrüche zu verbuchen hatten.

Der Patron macht zwar schon mehr als die Hälfte seines Umsatzes im Ausland – aber Saks ist die erste direkte große Investition in ein Unternehmen jenseits Italiens. Seit Mai 2009, als er die ersten Saks-Aktien kaufte, hat er insgesamt 170 Mio. Dollar in die US-Kette investiert – für einen Anteil, der heute mehr als 300 Mio. Dollar wert ist.

In der Vergangenheit hat Della Valle mehrfach betont, dass es sich bei Saks um ein strategisches Investment handelt. Die Kette könnte eine Plattform für Tod’s-Produkte werden. Vor elf Monaten hat Saks den Abwehrmechanismus der sogenannten „Giftpille“ gegen feindliche Übernahmen abgeschafft, den sie gegen die Avancen des Mexikaners Slim eingeführt hatte.

Die Kette ist ein großer Brocken für Della Valle: Mit den 54 Saks-Fifth-Avenue-Kaufhäusern und knapp 10 000 Mitarbeitern hat Saks im vergangenen Jahr 2,7 Mrd. Euro umgesetzt und 12 Mio. Euro verloren.

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin

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