Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht
Aktionärsschützer setzen Anklagebehörde unter Druck

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat angesichts der langwierigen Telekom-Ermittlungen eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die zuständige Staatsanwaltschaft in Bonn eingereicht.

HB DÜSSELDORF/BONN. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat ihre Absicht bekräftigt, das Ermittlungsverfahren wegen Falschbewertung von Firmenvermögen gegen die Deutsche Telekom in Kürze abzuschließen. Die Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) reichte unterdessen Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Bonner Ermittlungsbehörde ein, da ihrer Ansicht nach die Staatsanwälte nicht schnell genug ermittelten.

Oberstaatsanwalt Fred Apostel sagte am Dienstag, "wir hoffen weiterhin, dass wir das Verfahren in Kürze abschließen können." Bis Jahresende sei ein realistischer Zeitrahmen. Bislang sei aber keine Entscheidung getroffen worden, ob ein weiteres Gutachten zu der möglichen Falschbewertung von Immobilienvermögen der Telekom eingeholt werden soll.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit gut vier Jahren gegen die Telekom, weil der Konzern seinen Immobilienbesitz möglicherweise zu hoch bewertet hat. Vor dem Landgericht Frankfurt sind zudem mehrere tausend Klagen von Kleinaktionären auf Schadenersatz anhängig, die sich beim Kauf von Telekom-Aktien beim Börsengang Mitte 2000 durch die Angaben im Börsenprospekt getäuscht fühlen. Die Telekom hatte ihre Bewertungsmethode für den milliardenschweren Immobilienbestand stets verteidigt.

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