Dieter Zetsche Daimler-Chef ist der Spitzenverdiener im Dax

Daimler-Boss Dieter Zetsche ist aktuell der Topverdiener unter den Chefs der Dax-Konzerne. Im Vorjahr lag er noch hinter Ex-VW-Lenker Martin Winterkorn. Und Zetsche kann sich noch über einen weiteren Spitzenplatz freuen.
Der Daimler-Chef kassierte im vergangenen Jahr knapp 15 Millionen Euro. Quelle: dpa
Dieter Zetsche

Der Daimler-Chef kassierte im vergangenen Jahr knapp 15 Millionen Euro.

(Foto: dpa)

FrankfurtDaimler -Chef Dieter Zetsche hat im vergangenen Jahr erneut ein Spitzengehalt eingestrichen. Der 62-Jährige, dessen Vertrag erst kürzlich um weitere drei Jahre verlängert wurde, erhielt einschließlich Bonuszahlungen 9,7 Millionen Euro, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht des Autokonzerns hervorging. Durch fällig gewordene Aktienoptionen kamen weitere 6,4 Millionen Euro hinzu, so dass faktisch 14,37 Millionen Euro auf Zetsches Konto flossen.

Damit ist der Daimler-Boss zum jetzigen Stand Topverdiener unter den Chefs der 30 Dax-Konzerne, wie eine Studie der Beratungsgesellschaft HKP zeigt. 2014 lag Zetsche mit einem Gehalt von 8,4 Millionen Euro noch auf dem zweiten Platz hinter dem damaligen VW-Lenker Martin Winterkorn. Dieser ist wegen des Abgasskandals bei Europas größtem Autobauer seit September nicht mehr im Amt.

Wie viel Winterkorns Nachfolger Matthias Müller verdient, ist noch nicht öffentlich. Zetsche auf den Fersen ist in diesem Geschäftsjahr Siemens-Chef Joe Kaeser mit einem Salär von gut 6,5 Millionen Euro.

Der Daimler-Chef mit dem markanten Schnauzbart ist auch der Firmenchef mit den höchsten Pensionsansprüchen: Daimler hat für Zetsches Rente laut Geschäftsbericht 37,9 Millionen Euro zur Seite gelegt.

Unter Zetsches Führung kletterten die Gewinne des Autobauers - der Erneuerung der Produktpalette und der Umsetzung eines Sparprogramms sei Dank. 2015 erzielten die Stuttgarter einen Rekordgewinn von 8,9 Milliarden Euro nach Steuern. Bei der operativen Rendite ist das Flaggschiff Mercedes-Benz nach Jahren wachsenden Rückstands mit zehn Prozent wieder auf Augenhöhe mit den Rivalen BMW und Audi.

Dax-Vorstände haben viel Luft nach oben
Platz 16: Marijn Dekkers
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Die Vergütungen der Dax-Chefs für 2014 sind im Durchschnitt um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Über eine Steigerung von zehn Prozent kann sich der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG, Marijn Dekkers, freuen. Er erhielt 6,4 Millionen Euro, erreichte damit aber nicht sein Maximum. 9,5 Millionen wären insgesamt möglich gewesen. Unter anderem hängt die Vergütung eines Dax-Vorstands von Gewinn, Kapitalrendite, Aktienperformance und Mitarbeiterzufriedenheit ab. Quelle: Evers Vergütungsberatung

Platz 15: Frank Appel
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Mit 6,5 Millionen Euro nahm der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Frank Appel, im vergangenen Jahr nur ein Prozent mehr mit nach Hause. Die Deutsche Post hat im vergangenen Jahr von einem starken Paketgeschäft zu Weihnachten profitiert. Unter dem Strich verdiente die Post mit 2,07 Milliarden Euro etwas weniger als im Vorjahr. Appel erreichte damit auch nur 67 Prozent seiner maximal erreichbaren Gesamtvergütung.

Platz 14: Matthias Zachert
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Ein herausforderndes Jahr 2015 erwartet den neuen Vorstandsvorsitzenden der Lanxess AG, Matthias Zachert. Der Spezialchemiekonzern sucht Partner für seine kriselnde Kautschuk-Sparte, der schon seit längerem neue Wettbewerber, sinkende Preise und weltweite Überkapazitäten Probleme bereiten. Im vergangenen Jahr verdiente Zachert 6,7 Millionen Euro und kassierte eine üppige Antrittsprämie von zwei Millionen Euro. Der Chemiekonzern hat seinen früheren Finanzchef nach einem kurzen Ausflug zu Merck zurückgeholt.

Platz 13: Heinrich Hiesinger
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Heinrich Hiesinger, Vorstand der Thyssen-Krupp AG, erreichte mit 6,7 Millionen Euro immerhin 84 Prozent seiner maximalen Gesamtvergütung. Im Vergleich zum Vorjahr legte sein Gehalt um zehn Prozent zu. Der Stahlkonzern ist nach schwierigen Jahren in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Platz 12: Bernd Scheifele
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Mit einem Gehalt von 6,9 Millionen Euro machte der Vorstandsvorsitzende des Baustoffherstellers Heidelberg-Cement, Bernd Scheifele, einen großen Sprung nach vorne. Um ganze 31 Prozent stieg seine Vergütung im Vergleich zu 2013.

Platz 11: Michael Diekmann
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Eine Einbuße musste Michael Diekmann, Chef des Versicherers Allianz, hinnehmen. Er verdiente im Vergleich zum Vorjahr vier Prozent weniger, insgesamt waren es 6,9 Millionen Euro für 2014. Wie viele andere blieb auch er hinter seinen Möglichkeiten zurück, er nahm 86 Prozent seines Maximalgehalts mit nach Hause.

Platz 10: Joe Kaeser
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Mit 7,2 Millionen Euro verdiente Siemens-Chef Joe Kaeser 2014 genauso viel wie im Vorjahr. Für ihn wären bis zu 10,6 Millionen möglich gewesen, er konnte also nur 69 Prozent seiner Maximalvergütung einstecken. Der Konzern konnte 2014 zwar den Gewinn steigern, aber nur dank Einsparungen und Verkäufen – der Umsatz schrumpfte.

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