Dietmar Voggenreiter
Audi wechselt China-Chef aus

Beim Autobauer Audi steht China derzeit im Brennpunkt. Nach der spürbaren Abkühlung des Marktes dort wechselt der Autobauer nun auch den Chef aus: Dietmar Voggenreiter kehrt zum Jahresende zurück nach Ingolstadt.
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MünchenDer Oberklasse-Autobauer Audi tauscht in seinem wichtigsten Markt China den Chef aus. Der langjährige Amtsinhaber Dietmar Voggenreiter werde das Geschäft noch bis zum Jahresende verantworten und wechsle danach nach Ingolstadt, hieß es in der Mitarbeiterzeitung „Audi mobil“. Voggenreiter war seit der Gründung einer eigenen China-Gesellschaft im April 2009 deren Chef, zuvor hatte er das Geschäft in der Volksrepublik rund zwei Jahre lang von Ingolstadt aus gesteuert.

Ein Konzernsprecher sagte, es handle sich um einen üblichen Wechsel in einer Führungsposition. Der Wechsel stehe nicht in Zusammenhang zu den jüngsten Marktentwicklungen in China. Dort hatte sich der Automarkt in den vergangenen Monaten abgekühlt.

Audi ist in China unangefochtener Platzhirsch in der Oberklasse. Die Ingolstädter verkaufen in dem Land rund ein Drittel aller weltweit ausgelieferten Fahrzeuge, musste aber zuletzt einen Rückgang von fast sechs Prozent hinnehmen. Wegen der vielen dunklen Wolken auf dem größten Einzelmarkt wankt bei Audi das Absatzziel für China - Details sollen in der nächsten Woche genannt werden.

Welchen Posten Voggenreiter künftig in Ingolstadt übernimmt, blieb zunächst offen. Audi zufolge wird der Manager nicht Leiter der strategischen Planung, sondern übernehme eine andere „herausgehobene Führungsaufgabe im Konzern“. Ein Insider sagte, Voggenreiter werde künftig direkt an Audi-Chef Stadler berichten, werde aber kein Vorstandsmitglied. Voggenreiters Nachfolger in China wird dem Konzern zufolge am 1. September dieses Jahres Joachim Wedler, bisher der Leiter Modellreihen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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