Doch mit Planen und Beobachten allein ist es nicht getan
Die Geheimwaffe des VfB Stuttgart

Das Controlling-Konzept „Balanced Scorecard“ soll den Umbau des Fußball-Bundesligaklubs VfB Stuttgart zu einem modernen Unternehmen voranbringen.

Der Präsident des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart, Erwin Staudt, bittet seinen Mitarbeiter Felix Magath zum Rapport. „Herr Magath, es wäre wünschenswert, wenn in der kommenden Saison mehr als 30 Prozent der im Profiteam eingesetzten Spieler aus unserem Jugendbereich stammen.“ Der Trainer geht im Geiste den Kader durch und antwortet: „Das könnte schwierig werden.“ – „Dann müssen wir etwas tun“, sagt Staudt.

So oder so ähnlich könnte es aussehen, wenn sich Staudt und Magath im Juni zum Zielvereinbarungsgespräch treffen. Bei der Einführung des „Balanced Scorecard Planning Systems“ (BalPlan) in dieser Saison hat der VfB solche Zielvereinbarungen mit seinen Mitarbeitern getroffen.

Balanced Scorecard ist weit verbreitet. „Es wird von allen großen Unternehmen eingesetzt“, sagt Peter Horvath, Aufsichtsratschef und Gründer der Unternehmensberatung Horvath & Partners, die BalPlan mitkonzipiert hat. Im Bereich des Profisports übernehme der VfB nun eine Vorreiterrolle. Mit BalPlan soll der „Umbau zu einem modernen Unternehmen“ vorangetrieben werden, heißt es in Stuttgart.

Balanced Scorecards sind Systeme von Kennzahlen aus verschiedenen Bereichen des Unternehmens, die Managern einen detaillierten Überblick über die aktuelle Situation geben sollen. Darüber hinaus dienen die Ziffern als Zielvorgaben für die operativen Ebenen. Insgesamt wurden beim VfB Stuttgart 130 Kennzahlen entwickelt, von denen 100 für die verschiedenen Abteilungen und 30 für den Vorstand relevant sind. „Die für den Vorstand wichtigen Zahlen passen auf eine A4-Seite“, berichtet Staudt. Sie werden ständig aktualisiert und auf der wöchentlichen Vorstandssitzung analysiert.

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