Drei neue Vizechefs kommen
Ericssons Mann fürs Grobe geht

Das Sparprogramm ist abgeschlossen, die Wende geschafft. Jetzt verabschiedet Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg seinen Mann fürs Grobe in den Ruhestand. Per-Arne Sandström, Vize-Chef beim schwedischen Mobilfunknetzausrüster Ericsson, geht zum 30. Juni. Das teilte der Konzern am Dienstag mit.

DÜSSELDORF. Sandström habe eine äußerst wichtige Rolle bei der Restrukturierung des Unternehmens gespielt, lobte Svanberg. „Ohne Sandströms Ausdauer und Einsatz hätte man das Sparprogramm nicht so erfolgreich durchführen können.“ In der Branche war erwartet worden, dass sich der 56-Jährige zur Ruhe setzt.

Svanberg stehen ab sofort gleich drei Vize-Chefs zur Seite. Sie sind für unterschiedliche Bereiche verantwortlich: Kurt Jofs übernimmt die Sparte Netzzugang, Bert Nordberg kümmert sich um Vertrieb sowie Marketing, und Björn Olsson wird Chef der Systemsparte.

Sandström war schon 1988 zu Ericsson gekommen. Vor drei Jahren hatte ihn der damalige Konzernchef Kurt Hellström zum Vorstand für das operative Geschäft bestellt. Er hatte ihm die Aufgabe übertragen, vor allem die Kosten im Blick zu behalten und Einschnitte vorzunehmen, denn damals begann der große Nachfrageeinbruch bei den Telekomnetzausrüstern. Vor einem Jahr übernahm Sandström die neu geschaffene Position des Vize-Chefs.

Er räumte bei Ericsson kräftig auf. Seit Beginn der Branchenkrise hat sich die Zahl der Mitarbeiter auf inzwischen 51 000 halbiert. Im dritten Quartal vergangenen Jahres erzielte der Marktführer bei Mobilfunknetzen den ersten Quartalsgewinn seit fast drei Jahren. Und vor wenigen Tagen löste Ericsson ein Kursfeuerwerk aus, weil der schwedische Konzern seine Prognose für die Bruttogewinnmarge nach oben revidierte – ebenfalls eine positive Folge des Sparprogramms.

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