„Dreimal so viele Nutzer wie an normalen Tagen“: Anleger zwingen Broker-Server in die Knie

„Dreimal so viele Nutzer wie an normalen Tagen“
Anleger zwingen Broker-Server in die Knie

Der Kurseinbruch am Aktienmarkt und der anschließende Run der Kleinanleger auf die virtuellen Depots hat am Mittwoch die Webserver von einigen Online-Brokern kapitulieren lassen.

HB FRANKFURT. Am Vortag war der Deutsche Aktienindex um drei Prozent eingebrochen, an der Leitbörse in den USA gab der S&P-500-Index sogar um 3,5 Prozent nach. Dies scheint auch bei Privatanlegern Panik ausgelöst zu haben. Der Ansturm auf die Internetseiten der Online-Broker war am Mittwochmorgen so groß, dass einige zeitweise zusammenbrachen oder nur extrem langsam funktionierten.

Bei der Comdirect haben der Traffic und die Trades am Mittwochmorgen nach Angaben der Bank eine "noch nie gesehene Größenordnung" erreicht. "Dies hat dazu geführt, dass Ordermöglichkeiten im Internet zeitweise nur eingeschränkt zur Verfügung standen", sagte Sprecher Tim Seifert zur Nachrichtenagentur Dow Jones. Die Orderaufgabe habe per Telefon oder Fax vorgenommen werden können.

Die Ursachen für die technischen Probleme kann die Comdirect derzeit noch nicht nennen. "Wir investieren regelmäßig in Technik und besitzen daher hochperformante Systeme, die allerdings heute zeitweise in die Knie gegangen sind", so Seifert weiter.

Woran dies im Einzelnen gelegen habe, könne jetzt noch nicht abschließend gesagt werden. Die Comdirect werde die einzelnen Ursachen, die zu dieser starken Auslastung der Systeme geführt hätten, sehr genau analysieren.

Auch bei der DAB Bank kam es zu Verzögerungen. "Wir verzeichnen am Mittwoch überdurchschnittlich hohe Zugriffe auf unsere Website. Dadurch wird unsere Internetseite langsamer", sagte Pressereferentin Carolin Amann. Deshalb seien zusätzliche Kapazitäten im Call-Center eingerichtet worden, um Kundenanfragen bearbeiten zu können.

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