Düsseldorfer Landgericht
Mannesmann-Prozess, Teil 3

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann muss vom 26. Oktober an zurück auf die Anklagebank des Düsseldorfer Landgerichts. Dann wird der Mannesmann-Prozess, das spektakulärste deutsche Wirtschafts-Strafverfahren, neu aufgerollt.

HB DÜSSELDORF. Die Verteidiger hätten entsprechende Ladungen des Gerichts erhalten, meldeten die Deutsche Presse-Agentur und Reuters übereinstimmend am Mittwoch unter Berufung auf Justizkreise. Ein Sprecher des Landgerichts wollte "zum jetzigen Zeitpunkt" keine Stellungnahme zu den Terminplänen abgeben.

Insgesamt setzte die Wirtschafts-Strafkammer unter Vorsitz von Richter Stefan Drees 25 Verhandlungstage an. Ursprünglich hatte das Gericht den Prozess bereits am 19. Juli starten wollen. Zahlreiche Verteidiger hatten gegen diesen Termin Einwände erhoben.

Der Bundesgerichtshof hatte im vergangenen Dezember die Freisprüche der ersten Instanz aufgehoben. Deswegen muss das spektakulärste deutsche Wirtschafts-Strafverfahren der vergangenen Jahre wiederholt werden. Der Bundesgerichtshof sieht mit der Ausschüttung von Millionenprämien an frühere Mannesmann-Manager "den objektiven Tatbestand der Untreue" erfüllt.

Die Prämien waren im Zuge der damals teuersten Unternehmensübernahme der Welt ausgeschüttet worden, als der britische Mobilfunkkonzern Vodafone Anfang 2000 für rund 180 Mrd. Euro den Traditionskonzern Mannesmann schluckte. Unter den sechs Angeklagten ist neben Ackermann auch der ehemalige Mannesmann - Chef Klaus Esser und Ex-IG-Metall-Chef Klaus Zwickel. Esser ist nur wegen Beihilfe zur Untreue angeklagt.

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