Düsseldorfs neuer Messechef Werner M. Dornscheidt hat viel vor
Heimkehrer mit großen Plänen

Wiedersehen macht Freude. Dieser Spruch ist häufig zu hören, wenn man etwas verleiht. Werner Matthias Dornscheidt ist so eine Art Leihgabe. Denn nach fünf Jahren Dienstzeit in Leipzig – davon drei Jahre als Messechef – kehrt er zum Jahresanfang nach Düsseldorf zurück.

HB DÜSSELDORF. Er wird Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, die zu den fünf umsatzstärksten Plätzen in Deutschland gehört. Und zumindest Joachim Erwin (CDU), Aufsichtsratschef der Messe, freut sich bereits auf Dornscheidt, den er als „den besten Mann für die Herausforderungen der Messe“ lobt.

Der Neue hat in der Tat viel zu tun. Er will den Service für Aussteller und Besucher verbessern. „Man muss alles für die Kunden tun. Wichtig ist vor allem freundliches Personal“, lautet sein Credo. Außerdem will er das Messegeschäft im Ausland weiter ausbauen. Der gebürtige Düsseldorfer sieht vor allem noch in Osteuropa und China gute Chancen, neue Messen zu veranstalten. Seine Vision: eine Kooperation von fünf Messegesellschaften aus vier Ländern. Er setzt dabei auf Düsseldorf, Brünn, Leipzig, Moskau und Schanghai. Wie und wann diese Kooperation einmal starten soll, sei aber noch nicht geklärt, räumt Dornscheidt ein.

Der heute 49-Jährige begann seine Karriere als Referent im Zentralbereich Auslandsmessen am nordrheinwestfälischen Messeplatz, bevor er nach weiteren Stationen im Unternehmen 1990 stellvertretender Geschäftsführer der Messe Düsseldorf International wurde. Auch nach dem Wechsel zur Leipziger Messe blieb Dornscheidt auf der Erfolgsspur. Zwar zählt der Messeplatz mit rund 60 Millionen Euro Umsatz nicht zu den größten und betriebswirtschaftlich rentabelsten Standorten – wohl aber zu den beliebtesten, wie vor kurzem eine Umfrage von NFO-Infratest ergab. Zudem führte er in Leipzig eine leistungsbezogene Bezahlung für die Mitarbeiter ein – ein Novum bei den Messegesellschaften. Das Modell soll auch in Düsseldorf Schule machen.

Persönlich erfüllt sich für den „Heimkehrer“ Dornscheidt nach eigener Aussage ein „Jugendtraum“. Er wird Chef in dem Unternehmen, in dem er seinerzeit seine Karriere begann.

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