Ecclestone gehört heute zu den reichsten Männern Englands
Bernie Ecclestone: Ein Denkmal bröckelt

Bernie Ecclestone ist vom Schrotthändler zum Mr. Formel 1 aufgestiegen. Wenn die Gerichte gegen ihn sind, steht er bald vor den Trümmern seines eigenen Imperiums.

FRANKFURT/M. Die Behauptung, Bernhard Charles Ecclestone wäre der Eigentümer der Formel 1, ist nur die halbe Wahrheit. Ohne „Bernie“, wie er außerhalb seiner Geburtsurkunde genannt wird, würde die Rennsportserie in der heutigen Form nicht existieren. Seit über einem Vierteljahrhundert lenkt der 74- jährige Brite die Königsklasse des Motorsports.

Und obwohl Ecclestone noch längst nicht ans Aufhören denkt, könnte die Zeit des gelernten Chemikers bald abgelaufen sein. Seit Montag klagen drei Banken vor einem Londoner Gericht auf mehr Einfluss in der Formel 1. Eine Entscheidung zu ihren Gunsten wäre gleichbedeutend mit einer Demontage der Alleinherrschaft Ecclestones, dessen Karriere einst als Schrotthändler begann.

Der Zweite Weltkrieg war gerade zu Ende. Und während neue Produkte nur langsam die Fließbänder verließen, gab es Gebrauchtes und Zerstörtes im Überfluss. Da kam der junge Ecclestone, der am 18. Oktober 1930 als Sohn eines Fischkutterkapitäns im englischen Ipswich geboren wurde, auf die clevere Idee, Motorräder auseinander zu schrauben und die Einzelteile zu verkaufen. Wenig später gründete er zusammen mit seinem Freund Fred Crompton den Motorradhandel Crompton & Ecclestone, zahlte seinen Kompagnon aus und baute das Geschäft zu einem der größten Motorradhändler Englands aus.

Das Ecclestone heute zu den reichsten Männern Englands gehört, hat er aber vor allem seinem Engagement im Motorsport zu verdanken.Allein die Formel 1 soll dem Briten rund 2,8 Milliarden Euro eingebracht haben. Dagegen strotzt sein Auftritt vor Understatement. Die Kombination aus weißem Hemd und schwarzer Hose mit Bügelfalte gehört zu seinen Markenzeichen wie das Funkgerät, ohne das der Formel-1-Boss kaum gesehen wird. Ecclestone liebt die totale Kontrolle.

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